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Hololens: Augmented-Reality-Brille kommt im Dezember nach Japan

von VRODO29. November 2016

Update vom 29. November:

Microsoft baut den Vertriebskanal für Hololens weiter aus: Ab Dezember wird der japanische Markt mit der Augmented-Reality-Brille bedient. Vorbestellungen werden ab dem 2. Dezember angenommen, der Versand erfolgt Anfang 2017.

Damit ist Hololens weltweit bereits in neun Ländern verfügbar, darunter Deutschland. Microsoft übt mächtig Druck auf die potenzielle Konkurrenz von Apple, Google und Magic Leap aus. Keines der anderen Untenehmen präsentierte bislang eine technische Lösung, es bleibt vorerst bei Lippenbekenntnissen. Davon ausgenommen ist Googles Augmented-Reality-Technologie “Tango”, die ab kommendem Jahr in vielen Smartphones verbaut werden soll.

Alex Kipman, Produktmanager bei Microsoft, äußert sich im Unternehmensblog wie folgt: “Unsere Mission ist es, die Mixed Reality zu jeder Person und jeder Organisation weltweit zu bringen. Wir arbeiten seit Januar 2015 daran, diese Mission zu erfüllen. Wir sind begeistert und inspiriert davon, wie Entwickler Hololens einsetzen. Wir können es nicht abwarten, zu sehen, was die Japaner kreieren.”

In den vergangenen Monaten arbeitete Microsoft bereits mit Japan Airlines zusammen, um beispielhafte Anwendungsszenarien für die AR-Brille zu entwickeln. Das Luftfahrtunternehmen nutzt Augmented Reality, um Ingenieure mit digitalen 3D-Modellen zu trainieren, und um Bordpersonal weiterzubilden, das sich für eine Stelle als Kopilot qualifizieren will.

Update vom 13. Oktober 2016:

Laut Aussagen von Marktanalysten könnte Microsoft an einer verbesserten Version von Hololens arbeiten, die im zweiten Halbjahr 2017 auf den Markt kommt. Diese Annahme beruht auf Prognosen bezüglich der Wertentwicklung einer Aktie des AR-Zulieferunternehmens Himax. Natürlich kommen auch andere Unternehmen in Frage, die bei Himax bestellen könnten, beispielsweise Magic Leap oder OEMs.

Update vom 12. Oktober 2016:

Microsoft geht mit Hololens den nächsten Schritt: Die Augmented-Reality-Brille wird ab sofort weltweit an Unternehmen und Agenturen vertrieben. Neben den USA und Kanada werden nun auch Deutschland, Frankreich, UK, Neuseeland und Australien bedient. Die AR-Brillen gehen ab Ende November in den Versand, Vorbestellungen werden im Microsoft Store entgegengenommen. Der Preis liegt weiterhin bei 3.000 US-Dollar.

Auf dem neuen Markt für AR-Brillen hat Microsoft in den vergangenen Monaten einen beträchtlichen Vorsprung ausgearbeitet. Während Google, Magic Leap und Co. noch an einem ersten Prototyp basteln, ist die Microsoft-Hardware bereits in den Händen von tausenden Entwicklern und Unternehmen. Uneinholbar sind die Redmonder jedoch nicht, denn die Hardware ist nicht vollständig ausgereift. Die Schwachstelle bleibt das sehr enge Sichtfeld. Wenn mögliche Konkurrenten diese ausmerzen, können sie auch ein deutlich besseres AR-Erlebnis anbieten und den zeitlichen Rückstand schnell ausgleichen.

Ursprünglicher Artikel vom 3. August 2016: Hololens: Freier Verkauf an Entwickler und Unternehmen startet

Microsoft verkauft Hololens ab sofort an alle Unternehmen und Entwickler aus den USA und Kanada. Eine Warteschlange gibt es nicht mehr.

Bislang gab es Microsofts Augmented-Reality-Brille nur für “qualifizierte Entwickler” aus den USA und Kanada. Zumindest das Ausmaß der Qualifikation wird in Zukunft nicht mehr so eng gesehen. Ab sofort kann jeder Entwickler und jedes Unternehmen offiziell und ohne Bewerbung bis zu fünf Hololens-Brillen in Microsofts Online-Store bestellen. Der Preis für das Entwicklerkit liegt wie gehabt bei 3.000 US-Dollar. Die einzige Voraussetzung für den erfolgreichen Einkauf: Der Firmensitz muss in den USA oder Kanada liegen. Dennoch dürfte diese Lockerung dafür sorgen, dass auch in Europa bald reichlich Hololens-Brillen in Unternehmen und Agenturen vorhanden sind.

Ergänzend zum neuen Verkaufskonzept stellt Hololens-Projektleiter Alex Kipman die neue Softwareumgebung “Commercial Suite” im offiziellen Blog vor. Diese wurde speziell für den Einsatz der AR-Brille in Unternehmen entwickelt. Sie bietet neue Sicherheits- und Kontrollfeatures für das Gerätemanagement. Dazu gehören unter anderem ein VPN-Zugang zum Firmennetzwerk, ein Kiosk-Modus oder die Möglichkeit, einen internen App-Store einzurichten. Mehr Informationen zur Commercial Suite gibt es auf der offiziellen Seite.

Einen Preis für die neue Arbeitsumgebung nennt Microsoft nicht. Unternehmen, die größere Stückzahlen einkaufen wollen oder zusätzlichen Service benötigen, sollen sich direkt an ihren Partner bei Microsoft wenden. Eine Hololens-Version für Endverbraucher ist frühestens mit Version 3 geplant. Bis dahin ist hoffentlich das Problem des zu engen Sichtfelds überwunden und die Werbeversprechen aus den zahlreichen Demovideos können in die Realität umgesetzt werden. Dann hätte Microsofts Augmented-Reality-Brille tatsächlich das Potenzial zum Computer der nächsten Generation zu werden.

| Featured Image: Microsoft