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Hololens: Die Welt durch die Augen des Terminators sehen

von Matthias Bastian7. März 2017

Der Sci-Fi-Film “The Terminator” verhalf Arnold Schwarzenegger mit viel Anlauf zu einer politischen Karriere – und inspirierte Entwickler und Designer dazu, über neue Formen der Mensch-Computer-Interaktion nachzudenken. Rund 30 Jahre nach dem Kinostart des Films kann man das Terminator-HUD mit einer Augmented-Reality-Brille wie Hololens in die Realität umsetzen.

Für Programmierer und Designer gehört es laut Microsoft zum guten Ton, dass das Nutzerinterface von Schwarzeneggers T-800 als Lernobjekt für eine neue Darstellungs- und Entwicklungsumgebung dient.

Bei Hololens geht das Unternehmen vorweg und veröffentlicht im Windows Entwicklerblog eine ausführliche Anleitung, wie man mit der AR-Brille auf dem Kopf die Welt durch die Augen eines Killerroboters erleben kann.

Im Unterschied zu einem reinen Head-Up-Display, das wie bei einer einfachen Datenbrille ins Sichtfeld eingeblendet wird, soll das Programm zu Scanningverfahren in der Lage sein, wie man sie aus dem Film kennt. Für die Objekt- und Gesichtserkennung wird die App mit Microsofts “Cognitive Services” verbunden. Sogar Zeichenerkennung soll möglich sein.

Bücher lesen wie ein Terminator. Bild: Microsoft

Bücher lesen wie ein Terminator. Bild: Microsoft

Vom T-800-Interface zum persönlichen Assistent

Zwar habe man die Demo “nur zum Spaß” entwickelt, heißt es im Blog, aber es würde ein tieferer Sinn hinter dem Experiment stecken. “Heute findet der Computer nur in 2D statt. Wir sitzen an unseren Schreibtischen und starren auf rechteckige Displays. Alle unsere Möbel und Büros sind so entworfen, dass sie 2D-Computer unterstützen. Das wird sich in den nächsten zehn Jahren komplett verändern.”

Diese Revolution würde durch 3D-Interfaces und Fortschritte im Bereich künstliche Intelligenz ermöglicht. “Unsere Sprache oder unsere Blickrichtung dienen der künstlichen Intelligenz als Input, um uns mit nützlichen Informationen passend zur Umgebung zu versorgen.”

Verknüpfe man solche 1D- und 3D-Interfaces, würden völlig neue Erfahrungen entstehen, die in persönlichen Assistenten resultieren könnten, die uns durchs Leben begleiten. Der erste Schritt in diese Zukunft sei es, das T-800-Interface nachzubauen.

| All Images: Microsoft

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