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Hololens: Kollaborative Computer als Vision für die nächsten drei Jahre

von Matthias Bastian31. Mai 2017

Hololens und Windows Mixed Reality sollen einen Paradigmenwechsel vom Personal Computer hin zur kollaborativen digitalen Kommunikationswelt einleiten.

Auf der Decode Entwicklerkonferenz in Tokyo sprach Hololens-Projektleiter Alex Kipman über die kommenden zwei bis drei Jahre Windows Mixed Reality. In dieser Phase soll laut Kipman der Wandel vom persönlichen hin zum kollaborativen Computer stattfinden.

Im kollaborativen Computerzeitalter sollen digitale Inhalte und Programme nicht mehr an ein Gerät und damit an eine bestimmte Person gebunden sein, sondern mit Orten verknüpft werden. Die Inhalte und Programme verbleiben an Ort und Stelle, auch wenn einzelne Anwender den Raum verlassen. Diese Veränderung soll die Basis fürs gemeinschaftliches Arbeiten bilden.

Die digitalen Inhalte und Programme sind mit jeder Art Computer und Interface zugänglich. Dazu zählen Virtual- oder Augmented-Reality-Brillen wie Hololens aber auch der herkömmliche Desktop-PC samt 2D-Monitor.

Die Brillen beschreibt Kipman als “einfache Linsen, die den Blick in die Mixed Reality ermöglichen”. Sie seien das optimale Interface für die neue Art zu arbeiten.

Persönlicher Assistent macht Eingabegeräte überflüssig

Die zweite große Veränderung dreht sich laut Kipman um digitale Assistenten mit künstlicher Intelligenz, die herkömmliche Eingabegeräte überflüssig machen. In der Zukunft gäbe es keine Maus, keine Tastatur und keine Knöpfe mehr, so Kipman.

Nutzer sollen in einer kollaborativen Session nur noch mit der eigenen Stimme mit dem OS interagieren. Windows Mixed Reality mache künstliche Intelligenz zum Kern des Betriebssystems.

Das Ziel sei es, so Kipman, dass sich alle Nutzer, unabhängig von Endgerät und Standort, im gleichen Raum präsent fühlen und miteinander interagieren können. Klassische 2D- und 3D-Ansichten sollen nahtlos miteinander kombiniert werden.

Als Beispiel nennt Kipman den Online-Bilderkatalog Pinterest. Dieser wird wie gehabt in der 2D-Version im Microsoft-Browser Edge geöffnet. Dank WebVR-Unterstützung kann der Nutzer einzelne 3D-Bilder greifen und aus der Plattform heraus in den Raum ziehen und dort verankern.

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