0

Hololens: Microsoft zeigt Mixed-Reality-Meme voller Hologramme

von Matthias Bastian23. November 2016

Auf den “Harlem Shake” und die “Ice Bucket Challenge” folgt der neueste Meme-Trend: Die “Mannequin-Challenge”.

Das Mannequin-Meme startete mit ein paar Schülern bei Twitter, die wie menschliche Schaufensterpuppen steif und starr vor der Kamera stehen, während sie gefilmt werden. Das Video verbreitete sich schnell und fand zahlreiche Nachahmer, darunter Künstler, Prominente, ein NFL-Team und Hillary Clintons Wahlteam.

Natürlich müssen über kurz oder lang Konzerne auf so einen Trend aufspringen. In diesem Fall versucht Microsoft mit einer Hololens-Interpretation des Memes ein wenig Aufmerksamkeit zu erhaschen. Die Besonderheit an Microsofts Meme-Variante: Nicht nur die Menschen wirken wie eingefroren, sondern auch die Hologramme, die sie in der Mixed Reality umgeben.

Mixed-Reality-Videos mit Actiongram

Die Hologramm-ähnlichen Abbildungen wurden mit der Hololens-App Actiongram im Raum platziert, die im App-Store für Hololens kostenlos verfügbar ist. Die App bietet eine Vorauswahl an Werkzeugen und 3D-Objekten, mit denen Nutzer kurze Mixed-Reality-Videos erstellen und online teilen können. Das Prinzip erinnert an Vine oder Instagram, aufgewertet mit Augmented-Reality-Elementen.

Einige Hologramme wurden komplett am Computer gerendert, andere wiederum – wie jenes von Star-Trek-Star George Takei aka Lieutenant Sulu (bei circa 12 Sekunden) – wurden aufwendig mit 3D-Kameras gefilmt und anschließend digitalisiert.

Wie fast alle Inhalte, die Microsoft über Hololens veröffentlicht, ist auch das Meme-Video stark geschönt. Weder können Menschen ohne Hololens auf dem Kopf die Hologramm-ähnlichen Abbildungen sehen, noch ist das Sichtfeld ausreichend weit, sodass die digitalen Objekte und Charaktere raumfüllend wirken.

Unabhängig davon vermittelt das Hololens-Meme einen Eindruck davon, wie eine Zukunft aussehen könnte, in der digitale Inhalte nicht mehr nur flach am Monitor kleben, sondern in einem räumlichen Kontext stattfinden. Zum Viral-Hit hat es mit 25.000 Aufrufen bei YouTube allerdings nicht gereicht.

| Featured Image: Microsoft