0

Microsoft Hololens: Neue Demos und Entlassungen in Israel

von Matthias Bastian30. November 2015

Offenbar gibt es Veränderungen bei der Entwicklung von Microsofts Hololens. Laut dem israelischen Online-Magazin YNET wurden 60 Ingenieure an Microsofts Standort in Israel entlassen, die an der Augmented-Reality-Brille arbeiteten. Dreißig der festangestellten Mitarbeiter sollen übernommen werden und kriegen im Unternehmen neue Aufgaben zugewiesen, die restlichen Ingenieure müssen das Unternehmen verlassen.

Die Entlassungen wurden von Microsoft Israel bereits bestätigt, allerdings wurde nicht kommentiert, welche möglichen Auswirkungen das auf die Entwicklung von Hololens hat. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Projektgruppe erzählt YNET, dass er und seine Kollegen in den letzten gut zweieinhalb Jahren an Technologie für Hololens gearbeitet haben. Details verrät er leider nicht, die Vermutung liegt aber nahe, dass ein Zusammenhang zu Microsofts gemeinsamer Entwicklung von Kinect mit den israelischen 3D-Sensing-Spezialisten von Primesense besteht. Laut dem Mitarbeiter soll statt der israelischen Technologie nun eine neue Lösung implementiert werden, die in den USA entwickelt wurde. Da Primesense schon seit 2013 zu Apple gehört, könnte es auch wirtschaftliche Motive für Microsoft geben, Teile in der Hololens auszuwechseln, beispielsweise um überhöhte Lizenzforderungen des Wettbewerbers aus Cupertino zu verhindern. Wie geplant soll das Hololens Entwicklerkit aber in der ersten Jahreshälfte 2016 ausgeliefert werden.

Neue Hololens-Demos aufgetaucht

Zwei US-Mitarbeiter im Hololens-Projekt meldeten sich bei Twitter zu Wort. Offenbar wurde es ihnen erlaubt, kurze Videos zu teilen, die laut der Sound-Designerin Andrea Chang und dem Narrative Designer Noble Smith  direkt mit der Hololens gefilmt wurden. Unter anderem sieht man einen Clown, der geschickt über Klaviertasten balanciert und ein junges Mädchen, das unser Sonnensystem in der Hand balanciert. Leider verrieten die Mitarbeiter sonst keine Details zu den Demos, Sinn und Zweck der gezeigten Szenen bleiben aufgrund der Kürze der Videos völlig unklar. Auffällig ist aber, dass die Kinder in den Videos offenbar recht begabte Schauspieler sind: Da sie keine Hololens auf dem Kopf tragen, können sie die Hologramm-ähnlichen Abbildungen der Augmented-Reality-Brille auch nicht sehen – diese sind nur für den Brillenträger sichtbar. Die ganze Aktion riecht also viel eher nach versuchtem Viral-Marketing als nach authentischen Tweets von Microsoft-Mitarbeitern.

| SOURCE: YNET
| FEATURED IMAGE: Microsoft