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Hololens: Neues Video demonstriert das tatsächliche Sichtfeld

von VRODO12. September 2016

Da sich Microsofts Hololens noch in Entwicklung befindet, wäre es etwas voreilig, das Gerät jetzt schon zu kritisieren. Dennoch wecken die Redmonder mit Werbevideos immer wieder unrealistische Erwartungen.

Hat man die Augmented-Reality-Brille selbst einmal auf dem Kopf getragen, merkt man schnell, dass man es hier mit etwas ganz anderem zu tun hat als in den Teasern gezeigt wird. Anstatt einen Raum voller Hologramm-ähnlicher Bildelemente vor sich zu sehen, blickt man immer nur auf kleine Ausschnitte dieser – fast wie auf einem herkömmlichen Monitor.

Das tatsächliche Sichtfeld von Hololens liegt nur bei circa 30 bis 40 Grad. Das ist nicht einmal halb so viel wie bei gängigen VR-Brillen. Die digitalen Bildelemente, die außerhalb des Sichtfelds liegen, werden zu den Seiten hin abgeschnitten. Microsoft umgeht diese Restriktionen regelmäßig und filmt die Aufnahmen mit einer Spezialkamera, die ein deutlich weiteres Sichtfeld zeigt, als man durch die Linse der Augmented-Reality-Brille tatsächlich sieht. Auch die interne Kamera von Hololens, die Entwickler einsetzen, um Demos ihrer Apps aufzuzeichnen, nimmt immer die vollständige digitale Grafik auf.

Zu geringes Sichtfeld für Endverbraucher?

Ein Hololens-Entwickler hat sich nun die Mühe gemacht, das tatsächliche Sichtfeld der Brille vorzuführen und hat hierfür ein Video aufgenommen. Das rote Viereck zeigt an, was der Nutzer tatsächlich sieht. Sobald eines der digitalen Bildelemente außerhalb der roten Linie liegt, wird dieser Teil für den Nutzer unsichtbar. Um es ganz zu sehen, muss man den Kopf drehen oder ein paar Schritte zurücktreten.

Das kleine Sichtfeld von Hololens ist der derzeit größte Kritikpunkt. Microsoft wird sicher noch versuchen, das Sichtfeld zu vergrössern, bevor es seine Version für Endverbraucher auf den Markt wirft. Das potenzielle Konkurrenzprodukt aus dem Hause Magic Leap soll schon jetzt ein deutlich weiteres Sichtfeld bieten. Die AR-Brille des Herstellers Lumus, die ebenfalls Augmented Reality beherrscht, soll es bis Ende des Jahres auf ein Sichtfeld von immerhin 60 Grad bringen.

| Featured Image: Holo Herald