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Hololens Unboxing: Microsoft packt die AR-Brille aus

von Matthias Bastian6. April 2016

Microsoft packt die Entwicklerversion der Hololens Augmented-Reality-Brille aus. Neben der Brille ist auch eine Art Hololens-Maus im Paket.

Es gab mal eine Zeit, da war es die coolste Sache der Welt, ein neues Tech-Gadget auszupacken und es auf YouTube der Weltöffentlichkeit – oder zumindest seinen ausgewählten Zuschauern – zu präsentieren. Und dann fingen Unternehmen an, eigene Unboxing-Videos zu produzieren. Microsoft befreit jetzt sogar schon Entwicklerversionen öffentlich von der Verpackung.

Wie dem auch sei, das Video verrät trotzdem einige interessante neue Details über die Augmented-Reality-Brille. Unter anderem wird die zweiteilige Kopfhalterung erläutert, mit der man die Brille so ausrichten kann, dass die “Hologramme” optimal ins Sichtfeld projiziert werden. Ein zusätzliches und optionales Kopfband soll den Tragekomfort erhöhen. Beim aktuellen Design liegt der Großteil des Gewichts noch auf der Vorderseite der Brille.

Und auch einen ersten offiziellen Blick auf den “Hololens Clicker” gewährt uns Microsoft. Offenbar ist die Augmented-Reality-Brille trotz Gesten- und Sprachsteuerung noch auf ein externes Interface angewiesen. Der “Clicker” übernimmt grundlegende Interaktionen, beispielsweise die Navigation durch Menüs.

Bleibt zu hoffen, dass die drahtlose Maus nur eine Übergangslösung für die Entwicklerversion ist, die für finale Hardware nicht mehr benötigt wird. Da Hololens für Endverbraucher noch lange nicht marktreif ist, hat Microsoft noch ausreichend Zeit, die “natürlichen Interfaces” so auf Vordermann zu bringen, dass man bei der Bedienung der Brille nicht mehr auf externe Eingabegeräte angewiesen ist. Immerhin ist das “Natural Computing” eines der Buzzwords, mit dem das Unternehmen aus Redmond die Hololens-Brille gerne anpreist.

Seit Ende März wird das Hololens Devkit 1 an “qualifizierte Entwickler” aus den USA und Kanada verschickt. Ein überarbeitetes Entwicklerkit soll dann in einer zweiten Welle auch an Programmierer aus dem Rest der Welt herausgegeben werden. Für einen erfolgreichen Marktstart braucht Microsoft viele ausgereifte Hololens-Anwendungen. Konkrete Launchpläne hat das Unternehmen aus Redmond noch nicht. “Wenn ich das Gefühl habe, dass die Welt dafür bereit ist, dann dürfen auch normale Menschen Hololens kaufen. Das könnte sein sobald wir ‘Ja’ sagen, es könnte aber noch eine lange Zeit dauern”, sagt Kipman dem US-Online-Magazin Polygon.

| Featured Image: Microsoft (Screenshot bei YouTube)