1

Hover Junkers für HTC Vive im Tested Hands on

von Matthias Bastian1. Februar 2016

Die Entwickler StressLevelZero des Multiplayer-Shooters Hover Junkers hatten bei der Konzeption ihres Titels eine besonders ausgefallene Idee, wie Spieler sich in der virtuellen Realität fortbewegen sollen. Sie entwarfen kleine, schwebende Schiffe, die an eine Art “mobile Burg” erinnern, die der Spieler durch die virtuelle Umgebung steuern kann. Die Entwickler nennen den begehbaren Bereich dieser Schiffe die “Walkpit” – abhängig von der Größe des Trackingbereichs in der Realität kann auch die passende Größe des Schiffs gewählt werden.

Anstatt das Trackingsystem von HTC Vive, das theoretisch Bewegungen in einem Bereich von bis zu 25m² erkennen kann, voll auszureizen, beschränken die Entwickler so den benötigten Platz auf rund ein bis zwei Quadratmeter. Das macht das System sehr flexibel, auch Spieler mit wenig Platz im Raum können es voll ausnutzen. Es gibt auch Schiffe, die man ganz normal im Sitzen nutzen kann, ohne dass man aufstehen und durch den Raum laufen muss. Die Entwickler veröffentlichten zuvor schon ein Video, in dem sie demonstrieren, wie platzsparend Hover Junkers ist.

In den schwebenden Vehikeln treten bis zu acht Spieler gleichzeitig gegeneinander an, einen Modus für Einzelspieler gibt es aber auch. “Wir wollten den Charme einer Schneeballschlacht einfangen”, sagt Alex Knoll, Direktor von Hover Junkers und Gründer von StressLevelZero, über die Atmosphäre des Spiels. Wichtig dafür ist eine gute Portion Humor und ein fröhlicher Look, der an ein Comic erinnert.

Besonders viel Arbeitszeit investierten die Entwickler, um den Effekt der Motion Sickness zu verhindern. “Wir haben Monate damit verbracht, die Beschleunigung der Schiffe so einzustellen, dass Spielern nicht übel wird”, erklärt Knoll. Außerdem wurden zahlreiche visuelle Referenzpunkte an den Schiffen angebracht, um die Vehikel einem Cockpit ähnlich zu machen. Laut Knoll hätte es bisher keine Beschwerden über Übelkeit gegeben, er bezeichnet die VR-Erfahrung trotz ständiger Bewegung als “extrem komfortabel”.

Vorerst erscheint Hover Junkers nur für HTC Vive und soll pünktlich innerhalb des Launchfensters der VR-Brille im April auf den Markt kommen. Auch eine Portierung für Oculus Rift ist möglich, sobald die 3D-Controller Oculus Touch in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Auf Indiegogo läuft aktuell eine Kampagne für Hover Junkers, dort kann man den Titel für 35 US-Dollar vorbestellen. Die Kampagne ist eher als Bonus und Support für die Entwickler gedacht, denn unabhängig vom Erfolg der Kampagne wird das Spiel in jedem Fall bei SteamVR verfügbar sein.

| FEATURED IMAGE: StressLevelZero