Die Gerüchte aus dem vergangenen November scheinen sich zu bewahrheiten: Auf der CES 2018 ab dem 8. Januar könnte HTC ein neues Modell von HTC Vive mit einer höheren Auflösung zeigen. Die Andeutungen des Vive-Präsidenten sind recht unmissverständlich.

Bei Twitter macht Vives China-Präsident Alvin Wang Graylin recht unmissverständliche Andeutungen über ein neues Modell von HTC Vive mit einer höheren Auflösung. Er zeigt ein Bild mit dem Vive-Logo und der Aufschrift “New Year’s Resolution” (Übersetzt: Vorsatz für das neue Jahr). “New Year’s” ist unscharf geschrieben, das Wort Resolution hingegen erscheint gestochen scharf. Darunter ist eine im Comic-Stil gezeichnete HTC-Vive-Brille mit Blick auf die Linsen zu sehen.

Bereits im letzten November gab es Gerüchte, dass HTC eine Neuauflage der Vive-Brille mit 4K-Auflösung plant. Der in Taiwan ansässige Tech-Nachrichtendienst Digitimes berichtete über ein neues Vive-Modell mit zwei Ultra-HD-OLED-Screens mit je einer Auflösung von 3840 × 2160 Bildpunkten. Laut Digitimes sollte die neue Brille “frühestens 2018” auf den Markt kommen. Außerdem solle in naher Zukunft der Preis für HTC Vive gesenkt werden. Eine erste Preissenkung über 200 Euro gab es im August.

Eine mögliche Alternative zum hochauflösenderen Screen wäre die kommerzielle Veröffentlichung des schon vor einiger Zeit vorgestellten Eye-Tracking-Moduls Aglass, das seit Mai 2017 an Entwickler verkauft wird. Das würde zwar nicht magisch die Pixel des Displays vermehren, könnte aber in Kombination mit neuen Renderverfahren die wahrgenommene Auflösung im Fokusbereich der Linse verbessern.

Beide Ankündigungen ergäben für HTC Sinn, denn das Unternehmen braucht technisch einen Sprung nach vorne, um sich 2018 insbesondere in China weiter als Marktführer zu behaupten. Zwar ist HTC laut einer eigenen Marktbefragung derzeit die mit Abstand bekannteste VR-Marke in China und bringt dort mit Vive Focus in diesen Tagen die erste autarke VR-Brille auf den Markt. Doch die Konkurrenz schläft nicht.

HTC muss sich in China als Highend-Marktführer behaupten

Ein weiterer chinesischer VR-Brillenhersteller bietet bereits eine 4K-Brille an: Pimax. Das Gerät wurde vergangenen Herbst erfolgreich via Kickstarter finanziert. Die Auslieferung sollte eigentlich schon Ende Januar erfolgen, verschiebt sich aber bis mindestens März.

Ein noch schärferer HTC-Konkurrent könnte LG werden: Die Koreaner werden voraussichtlich in diesem Jahr ihre erste Highend-VR-Brille für SteamVR auf den Markt bringen. Der Prototyp der noch namenlosen LG-Brille hat zwar keine 4K-Auflösung, sondern bietet nur 1440 mal 1280 Bildpunkte pro Auge an. LG deutete aber bereits an, dass sich daran bis zur finalen Version noch etwas ändern könnte.


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