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HTC Vive: Besuch im Virtual-Reality-Museum der schönen Künste *Update*

von Matthias Bastian12. September 2016

Update vom 12. September 2016:

Wie der Entwickler auf Reddit bekanntgab, wird das virtuelle Museum demnächst wachsen und eine zweite Etage erhalten. Besucher werden einen Fahrstuhl vorfinden, der in eine futuristisch gestaltete neue Umgebung fährt. Zu sehen sein werden unter anderem acht weitere Skulpturen, eine Reihe von Bildern, darunter Monets Sammlung Wasserlilien und Seurats “Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte”. Eine Vorschau ist hier möglich.

Das Update wird außerdem Verbesserungen bei der Interaktion mit Objekten und neue Grafikeinstellungen bieten. Aufgrund der teils sehr hohen Auflösung der Bilder empfiehlt der Entwickler einen Arbeitsspeicher von 16 GB Ram. Das Update und die App werden wie gehabt kostenlos bei Steam verteilt. Wann das Update erscheint, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Ursprünglicher Artikel von 21. August 2016: HTC Vive: Besuch im Virtual-Reality-Museum der Schönen Künste

Es ist Sonntag. Zeit für einen Besuch im Museum. Mit HTC Vive ist ein kostenloser Ausflug ins “VR Museum of Fine Arts” möglich.

Das virtuelle Museum ist kein Replikat eines originalen Museums, sondern ein fiktiver Ausstellungsort – der allerdings so gestaltet wurde, dass man sich gefühlt in einem realen Museum befindet. Man startet die VR-Erfahrung in der Eingangshalle. Von dort gibt es – auch ohne Eintrittskarte – Zugang zu vier weiteren Räumen und über 15 Ausstellungsstücken. Darunter sind detaillierte und hochauflösende digitale Replikate der Mona Lisa, Michelangelos Pieta oder des riesigen “Great Buddha”.

Im Gegensatz zum Besuch im echten Museum wird man nicht durch Absperrungen und Sicherheitskameras davon abgehalten, den Kunstwerken wirklich nahe zu kommen. Kein Museumswärter pfeift einen zurück, wenn man sich dank Room-Scale-VR frei um die Skulpturen bewegt und auf Tuchfühlung geht.

Eine weitere Besonderheit ist die Erweiterung der Ausstellung durch digitale Effekte. So steht der riesige Buddha nicht in einem schnöden Museumsraum, sondern meditiert stilecht im Schnee. Eine feine Schicht aus Schneeflocken bedeckt einen Teil der Statue. Das gäbe es im realen Museum ebenso wenig zu bewundern, wie den sehr heterogenen Ausstellungsmix aus berühmten Kunstwerken und Skulpturen.

VR-Ausstellungen werden zweifelsohne eine Sache

Zwar löst die HTC-Vive-Brille für VR-Verhältnisse eher niedrig auf, dennoch sind die detailreich gestalteten Ausstellungsstücke gut zu erkennen. Da man sich dank Room-Scale-VR in Kombination mit einer Teleportfunktion sehr authentisch durch die Ausstellung bewegen kann, fühlt man sich durchaus an einen Besuch im echten Museum erinnert. Im Gegensatz zu Fotostrecken oder Videoaufzeichnungen erlebt man die Ausstellung im Maßstab 1:1 – so als wäre man wirklich vor Ort.

Den Gang ins reale Museum kann der VR-Ausflug noch nicht ganz ersetzen. Aber mit bequemeren Endgeräten, die höher auflösen, wird sich ohne Zweifel ein Markt für solche virtuellen Ausstellungen etablieren.

Die 3D-Modelle wurden nicht vom Entwickler erstellt, sondern basieren auf bereits vorhandenen Datensätzen, die unter einer Lizenz für die nicht-kommerzielle Nutzung freigegeben wurden. Daher ist der Besuch im VR-Museum auch kostenlos.

| Featured Image: Polar Software