0

HTC Vive: Die Royal Academy of Arts holt virtuelle Kunstwerke in die Realität

von Tomislav Bezmalinovic14. Januar 2017

Die Royal Academy of Arts hat zusammen mit HTC eine außergewöhnliche Kunstausstellung organisiert. Drei Studenten der Kunsthochschule haben mit Hilfe von HTC Vive virtuelle Kunstwerke geschaffen und diese anschließend per 3D-Drucker in die physische Realität geholt und ausgestellt.

Besucher der Ausstellung können die Kunstwerke sowohl in der realen als auch in der virtuellen Welt erleben, indem sie sich die Brille vor Ort aufsetzen. “Aus der Technologie ist in einer bisher nie dagewesenen Art etwas Physisches, Reales zu uns hinübergekommen”, sagt der Kurator der Ausstellung Mark Hampson gegenüber Fastcodesign.

Die drei jungen Künstler Jessy Jetpacks, Adham Faramawy und Elliot Dodd haben in zehn Monaten mit Tilt Brush und Kodon experimentiert. Für die Ausstellung wurden die Kunstwerke zuerst in 3D ausgedruckt und anschließend von Hand verfeinert.

Die Grenze zwischen den Welten verwischt mehr und mehr

Faramawys “Reclining nude with television” zeigt eine amorphe Masse, in der ein großer LCD-Fernseher steckt. Die Skulptur erweckt den Eindruck, dass eine digitale Lebensform in unsere Welt hinübergelangt ist und sich dort breitmacht. Dodds hat mit “Whippy Snaggle Snack” eine bizarre Skulptur mit zwei Augäpfeln und einer Zunge geschaffen, die aus einem Animationsfilm stammen könnte. Jetpacks schließlich hat mit “Dream Trilobite Extracted” eine längst ausgestorbene Klasse von Gliederfüßern in 3D verewigt. Die Skulptur wirkt wie ein riesiges Fossil.

Die virtuelle und reale Welt sind in der Ausstellung noch strikt getrennt, aber Hampson glaubt, dass sich das in den nächsten fünf bis zehn Jahren ändern könnte. Mit fortschrittlicher Technologie und neuen Ausstellungskonzepten sollen die beiden Welten mehr und mehr verschmelzen. “Auf gewisse Weise macht die neue Technologie den Surrealismus fast real. Die Idee, dass man durch eine Landschaft spazieren und Dalis schmelzende Uhren visualisieren kann”, sagt Hampton.

Die Ausstellung eröffnete am 12. Januar und läuft bis einschließlich heute. Mehr Informationen zur Ausstellung und den Künstlern gibt es auf der Internetseite der Royal Arts Academy.



| Featured Image: Royal Academy of Arts via Youtube

Empfohlene Artikel: