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HTC Vive: Entwickler können ab sofort Devkit mit Eye-Tracking bestellen

von Tomislav Bezmalinovic30. Mai 2017

Das schwedische Unternehmen Tobii arbeitet seit geraumer Zeit an Eye-Tracking für Virtual Reality. Ab sofort können Entwickler bei Tobii Interesse an einem Devkit anmelden. Es umfasst eine HTC Vive mit integriertem Eye-Tracking und ein SDK, mit dem man erste Anwendungen schreiben kann.

Tobii zeigte einen Vive-Prototyp mit hauseigenem Eye-Tracking erstmals Ende Februar auf der Game Developers Conference. Vor wenigen Tagen veröffentlichte das Unternehmen ein Video, das die Technologie in Aktion zeigt. Nun will Tobii das “VR4 for Vive” genannte Developer Kit Entwicklern zur Verfügung stellen. Damit sollen Entwickler erste Spiele und Anwendungen programmieren.

Laut einem Blogeintrag bei Medium wählte Tobii HTC Vive als Referenzplattform, weil die VR-Brille bei Erscheinen das fortschrittlichste VR-Erlebnis bot. Die Eye-Tracking-Technologie ist jedoch nicht an HTC Vive gebunden, sondern für das ganze Spektrum von VR-Brillen gedacht: von stationären VR-Brillen wie HTC Vive und Oculus Rift, über autarke VR-Brillen wie HTCs und Lenovos Daydream-Brillen bis hin zu Smartphone-Halterungen wie Samsung Gear VR.

Die Stückzahl ist begrenzt

Das Developer Kit enthält eine Vive Business Edition mit integriertem Eye-Tracking, eine Reihe von Beispielanwendungen, die die Möglichkeiten der Technologie demonstrieren, sowie Treiber und ein Beta SDK. Entwickler können mit diesem Formular Interesse anmelden.

Die Zahl an Devkits ist beschränkt, sodass Tobii nicht garantiert, alle Interessenten zu beliefern. Entwickler werden von dem Unternehmen kontaktiert und über den Preis und die Verfügbarkeit informiert.

Eye-Tracking ist eine Schlüsseltechnologie, die schon bald zur Standardausstattung von VR-Systemen gehören wird. Die VR-Brille Fove hat bereits Eye-Tracking integriert. Valve entwickelte mit SMI Vive-Prototypen mit Eye-Tracking und verschickte sie an Forschungspartner auf der ganzen Welt.

Das chinesische Startup 7invensun arbeitet an einem Modul, mit dem man HTC Vive um Eye-Tracking erweitern kann. Das aGlass genannte Produkt wird seit Mai an chinesische Entwickler ausgeliefert. Es kostet umgerechnet 220 US-Dollar und soll ab dem dritten Quartal 2017 auch im Westen erhältlich sein.

| Featured Image: Tobii | Source: Medium

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