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HTC Vive: Unboxing-Video von TPCast aufgetaucht

von Tomislav Bezmalinovic12. Mai 2017

Update vom 12. Mai 2017:

Auf Youtube ist ein zweiteiliges Unboxing-Video aufgetaucht, in dem alle Komponenten des Wireless-Kits aus der Nähe zu sehen sind. Das Video zeigt zum ersten Mal den Router, der an den PC angeschlossen wird.

Update vom 10. Mai 2017: Erstes Werbevideo für Wireless-Adapter veröffentlicht

In China wird der Wireless-Adapter von Tpcast für HTC Vive nun offiziell beworben und verkauft. Das Video weist nicht gerade subtil auf die offensichtlichen Vorzüge von Wireless-VR hin. Im Spot ist die Rede von einer Gesamtverzögerung unter 20 Millisekunden.

Die Veröffentlichung in den USA ist für das dritte Quartal angedacht. Noch hat Tpcast keine Genehmigung der FCC bekommen, der US-amerikanischen Zulassungsstelle für Kommunikationsgeräte. Grund für die Verzögerung könnten offene Fragen bezüglich möglicher gesundheitlicher Risiken sein, wenn der schnelle 60 Ghz-Wifi-Adapter für längere Zeit direkt am Kopf getragen wird.

Eine vergleichbare Behörde wie die FCC gibt es in Europa nicht. Stattdessen existieren Rahmenabkommen zwischen der EU und den zuständigen Behörden der einzelnen Länder.

Ursprünglicher Artikel vom 26. März 2017: HTC Vive: So installiert man das Wireless-Kit TPCast [Video]

Eine ganze Reihe Hersteller wollen dieses Jahr Wireless-Kits auf den Markt bringen, die das Kabel zwischen VR-Brille und PC überflüssig machen. Nach Einschätzung der Presse ist TPcast die bisher vielversprechendste Wireless-Lösung und soll im zweiten Quartal 2017 erscheinen. Nun hat das Unternehmen ein Video veröffentlicht, das Schritt für Schritt durch die Installation führt.

TPCast besteht aus folgenden Komponenten: einem Sender, einem Empfänger, der Batterieeinheit und einem Router. Daneben liegen der Packung noch eine Reihe von Kabeln und eine Installationsanleitung bei.

In einem ersten Schritt wird der Empfänger mit dem Vive-Headset verbunden. Hierzu muss man die Frontabdeckung der VR-Brille abnehmen und die Originalkabel vollständig entfernen. Nun wird das obere Band der Kopfhalterung durch den Empfänger gezogen, sodass dieser später auf dem Kopf zu liegen kommt. Der Empfänger kann jetzt mit kurzen Mehrfachkabeln mit der VR-Brille verbunden und die Frontabdeckung wieder angebracht werden.

Liegt die XL-Batterie bei?

In einem zweiten Schritt wird die Batterieeinheit für den Betrieb vorbereitet. Diese besteht aus zwei Komponenten: dem Batteriemodul, das mit dem Empfänger über ein längeres Kabel verbunden und der eigentlichen Batterie, die in das Modul gesteckt wird. Diese Trennung in Batteriemodul und Batterie ermöglicht einen raschen Austausch von Batterien, sollte einer der Saft ausgehen.

Die im Video gezeigte Batterie ist ungewöhnlich lang und wuchtig. Es ist gut möglich, dass es sich hierbei um die XL-Variante handelt, die TPCast eigentlich erst später auf den Markt bringen wollte. Diese große Batterie soll bis fünf Stunden durchhalten, während die normale zwei Stunden Betrieb ermöglicht. Die Batterieeinheit kommt in eine Schutzhülle, die man sich danach in die Hosentasche steckt.

In einem dritten Schritt wird der Sender installiert. Dieser wird ganz einfach per mitgeliefertem 3-in-1-Kabel mit der Linkbox verbunden. Das Kabel der VR-Brille kann man also getrost in die Vive-Verpackung zurücklegen. Der Sender kann anschließend auf ein Stativ montiert werden. Er sollte gemäß Video in der Nähe einer der beiden Basisstationen positioniert sein und wie diese in die Mitte des Trackingbereichs zeigen.

Der Router besetzt einen Ethernetport

In einem vierten Schritt wird der mitgelieferte TPCast-Router installiert. Dieser muss per Stromkabel am Netz angeschlossen und per Ethernetkabel mit dem PC verbunden werden. Richtig gehört: Der Router besetzt einen Ethernet-Port am PC. Ursprünglich sollte TPCast ein einfacher USB-Dongle mit Wi-Fi-Funktionalität beiliegen, dies scheint aber nicht mehr der Fall zu sein.

Wer seinen Wi-Fi-Router per Ethernetkabel direkt mit dem PC verbunden hat und nur einen Ethernetport besitzt, muss also eine neue Lösung finden. Der TPCast-Router dient der drahtlosen Übertragung der Trackingdaten der Hände und des Kopfes, während der Sender das Bild und den Ton übertragt. Nun muss noch eine Software von TPCast heruntergeladen und installiert werden.

Zum Schluss wird der Sender und der Empfänger miteinander gekoppelt. Das funktioniert ähnlich wie bei Bluetooth, indem man eine Taste drückt und die Geräte nahe aneinander hält. Dem Video zufolge muss man zum Betrieb des Wireless-Kits die TPCast-Software starten.

Das Video kann man sich im chinesischen Original bei Youtube ansehen oder direkt auf TPCasts offizieller Internetseite mit einer englischen Synchronisation und Untertiteln. Dort kann man auch die chinesische Installationsanleitung im PDF-Format herunterladen. TPCast soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 auf dem westlichen Markt erscheinen und 249 US-Dollar kosten.

| Featured Image: TPCast

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