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HTC Vive: Ikeas Virtual-Reality-Küchenplaner auf Steam verfügbar

von Carolin Albrand5. April 2016

Als einer der ersten Einzelhändler bringt Ikea eine VR-Software für Endverbraucher auf den Markt. Bei der “Ikea VR Experience” für HTC Vive sollen Kunden zukünftig ihre Traumküche vorab in Virtual Reality basteln und begehen können.

Bei der App handelt es sich allerdings noch nicht um einen vollwertigen Küchenplaner, sondern nur um ein erstes Experiment, das vorerst bis August 2016 laufen soll. Die Interaktionsmöglichkeiten sind daher noch bescheiden, obwohl die App sowohl das “Room-Scale-VR”-Feature als auch die 3D-Controller von HTC Vive bereits unterstützt. Via Teleportfunktion kann man sich durch eine vorgegebene Küchenumgebung bewegen, die Materialien austauschen, ein paar Schubladen öffnen, eine Pfanne auf der Herdplatte platzieren und – als großes Highlight – welkes Gemüse recyceln. Außerdem kann man die Küche sowohl aus der Perspektive eines Kindes als auch eines Erwachsenen begehen, um “versteckte Gefahren und mögliche Designlösungen zu entdecken.”

“Virtual Reality entwickelt sich schnell und in fünf bis zehn Jahren ist es Teil des alltäglichen Lebens. Wir glauben, dass Virtual Reality in Zukunft eine wichtige Rolle für unsere Kunden spielt. Eines Tages könnten unsere Kunden damit ihr Zuhause probeweise einrichten, bevor sie die Möbel tatsächlich kaufen”, sagt Jesper Brodin von Ikea. Mit dem ersten Pilotprojekt will das Möbelhaus vor allem Feedback der Nutzer bekommen, um zukünftige VR-Projekte zu verbessern. Dafür wurde sogar eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet; unter VRDevelopment(at)ikea.com können Vive-Besitzer ihre Erfahrungen mit dem Entwicklerteam teilen. Die Anwendung läuft mit der Unreal Engine 4 und wurde in Zusammenarbeit mit dem französischen Unternehmen Allegorithmic entwickelt. Herunterladen kann man sie hier.

Küchenplanung und Virtual Reality – da scheint was zu gehen. Unter anderem setzt Saturn ebenfalls HTC Vive ein, um Kunden im Ladengeschäft eine neue Küche mittels virtueller Realität schmackhaft zu machen. “Wer den Handel der Zukunft entwickeln will, muss sich bereits heute mit den Technologien und Endgeräten der Zukunft auseinandersetzen”, sagt Martin Wild, Chief Digital Officer der Media-Saturn. Die VR-Erfahrungen gibt es vorerst nur in den Saturn-Märkten in Ingolstadt und am Berliner Alexanderplatz.

Ein anderes Beispiel für den Einsatz von Virtual Reality als Marketinginstrument zeigt der Autobauer Audi. Bevor sich Kunden für einen Neuwagen entscheiden, können sie diesen in verschiedenen Ausführungen in Virtual Reality betrachten und Probesitzen. Sogar der Blick unter die Verkleidung ist dank VR-Technologie möglich.

| Source: Ikea
| Featured Image: Ikea