Bislang nur für Entwickler und Unternehmen verfügbar, bietet HTC zusätzliche Trackingeinheiten für HTC Vive jetzt für jedermann an. Der Preis hat es allerdings in sich.

Im faustgroßen Vive-Tracker stecken die gleichen Sensoren, die in der VR-Brille HTC Vive und den dazugehörigen 3D-Controllern verwendet werden. So wie das VR-System wird die Position der Vive-Tracker von Valves Erfassungssystem Lighthouse submillimetergenau im Raum erkannt.

Die Idee hinter dem Zubehör: Es wird an reale Gegenstände geschraubt – zum Beispiel an einen Tennisschläger, eine Kamera oder eine Plastikpistole – und holt diese in die Virtual Reality.

HTC verkauft die Vive-Tracker einzeln für 99 US-Dollar und in zwei Bundles mit Zubehör und kompatiblem Spiel für jeweils 149,99 US-Dollar. Vorbestellungen sind ab sofort möglich, das Lieferdatum wird mit Mitte Dezember angegeben.

Vives US-Store liefert nicht nach Deutschland und die Euro-Preise sind noch nicht bekannt. Die Entwicklerversion eines einzelnen Vive-Trackers kostet 120 Euro, wahrscheinlich wird es auch für die kommerzielle Version dabei bleiben.

VR-Sport, Entenjagd und mehr

Das “Racket Sports Set” beinhaltet einen Tennis- und einen Tischtennisschläger, einen Vive Tracker und das von den Vive-Studios entwickelte Sportspiel “Virtual Sports” bei dem man – Überraschung – virtuell Tennis und Tischtennis  spielen kann. Das Schläger-Set soll mit sechs weiteren Spielen funktionieren. Fünf zusätzliche Titel erwartet HTC bis Jahresende.

Das zweite Bundle dürfte Retro-Freunde freuen: Hier kommt der Vive-Tracker im Verbund mit der Plastikpistole “Hyper Blaster”, einer Reminiszenz an Nintendos erste Lightgun “Zapper” für die NES-Spielekonsole Mitte der 80er Jahre.

Das Bundle beinhaltet das Spiel “Duck Season”, das das zur Plastikpistole passende digitale 3D-Modell samt Retro-Charme bietet. Laut HTC ist die Plastikknarre ab Marktstart mit sechs weiteren Spielen kompatibel. Im ersten Quartal 2018 sollen zehn zusätzliche Titel folgen. In den USA wird das Baller-Bundle exklusiv bei Amazon angeboten.

Tanzspiel und Ganzkörpertracking

Gemeinsam mit einem Drittanbieter verkauft HTC eine Halterung, mit der man Vive-Tracker an den Füßen befestigen kann, beispielsweise für ein Tanzspiel oder Ganzkörpertracking. Damit letztgenanntes funktioniert, braucht es mindestens zwei, besser drei oder vier Vive-Tracker, die ergänzend zur VR-Brille und den 3D-Controllern an den Füßen und in der Körpermitte getragen werden. Ein Beispiel gibt es hier.

Die Vive-Tracker sind aller Voraussicht nach nicht mit Valves verbessertem Lighthouse-Tracking 2.0 kompatibel, das 2018 erscheinen soll und speziell für größere Trackingflächen entworfen wurde.

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