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HTC Vive: Mit “VR Home” kann man ein virtuelles Heim einrichten

von Tomislav Bezmalinovic17. Februar 2017

Ein 14-jähriger Entwickler hat eine Anwendung namens “VR Home” für HTC Vive programmiert, mit der man sich ein virtuelles Heim einrichten kann. Für einen Early-Access-Titel enthält die App schon eine ganze Menge Inhalte und Funktionen.

Der junge Entwickler erzählt auf Reddit, dass er die vergangenen sieben Monate an dem Spiel gearbeitet habe. Für die Entwicklung der Anwendung habe er auf Sport verzichtet und sein ganzes Geburtstagsgeld aufgebraucht. Auf Virtual Reality kam der Junge, nachdem sein Vater eine HTC Vive kaufte. Da es für die VR-Brille noch nicht so viele Anwendungen gab, begann er kurzerhand, ein eigene App zu kreieren. Positive Rückmeldungen hätten ihn dazu bewogen, VR Home zu veröffentlichen.

In der Anwendung stehen derzeit bereits ganze 350 Möbel zur Verfügung, die man beliebig skalieren kann, darunter ein Billardtisch und eine Küche. Man kann Poster mit eigenen Bildern aufhängen oder Radios und Fernseher importieren, die eigene Musik oder Filme abspielen oder Youtube streamen. Praktisch: Wer einen Laptop in die Umgebung lädt, kann sich darauf seinen Desktop anzeigen lassen.

Wer spielen möchte, kann sich einen Spielautomaten inklusive Gameboy-Simulator in das virtuelle Heim stellen. Verknüpfungen zu anderen Anwendungen und Spielen können als 3D-Objekte in die Welt gesetzt werden. Auf diese Weise muss man nicht das Dashboard aufrufen. Außerdem lässt sich ein einfacher Avatar erstellen.

Viele neue Funktionen sind in Planung

VR Home ist für HTC Vive auf Steam erhältlich und kostet 8 Euro. Der Entwickler, der laut eigenen Aussagen bereits mit acht Jahren mit dem Programmieren angefangen hat, schreibt in dem Reddit-Beitrag, dass er 90 Prozent des Erlöses in die Weiterentwicklung des Programms investieren will. Er möchte als Nächstes mehr Möbel und Waffen modellieren und mehrere neue Funktionen implementieren.

Nutzer sollen demnächst eigene 3D-Modelle importieren und die Räume anderer Nutzer betreten können. Außerdem soll das virtuelle Heim als eine SteamVR-Umgebung exportiert und geladen werden können. Startet man Steam, fände man sich als erstes im selbstgestalteten Raum wieder. Auf diese Weise könnte das virtuelle Heim als ein Hub für Ausflüge in die Virtual Reality dienen.

| Featured Image: Dandover