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HTC Vive: Nvidias VR-Funhouse Demo im Hands-on

von Matthias Bastian28. Mai 2016

Wer regelmäßig in der virtuellen Realität unterwegs ist, weiß, dass sich die Glaubhaftigkeit der VR-Umgebung nicht allein an grafisch opulent gerenderten Szenen ausrichtet. Eine authentische und nachvollziehbare Interaktion mit Objekten und Gegenständen ist mindestens ebenso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger.

Nvidia hat das erkannt und die neue VR-Funhouse Demo für HTC Vive widmet sich daher ganz der virtuellen Physik oder vielmehr: Realer Physik im virtuellen Raum. Adam Savage von Tested lässt sich von dem Chiphersteller für ein kurzes Werbefilmchen einspannen und hat so vorab die Gelegenheit, die verschiedenen Physik-Demonstrationen zu begutachten. Das Projekt ist Open Source, VR-Entwickler können den dort verwendeten Code also adaptieren und davon lernen. Die Anwendung wurde komplett mit der Unreal Engine 4 umgesetzt.

Unter anderem gibt es eine akkurate Simulation von Flüssigkeiten zu sehen, auch die Einzelteile von zerschossenen Vasen fliegen physikalisch korrekt durch den Raum. “Wir wollen andere dazu inspirieren, diese Technologie stärker in die eigenen VR-Anwendungen zu integrieren”, sagt Rev Lebaredian von Nvidia. Auf den ersten Blick wirkt aber keine der im Video gezeigten Demos sonderlich revolutionär.

Die VR-Funhouse-App dient in erster Linie als Promowerkzeug für die kommenden Grafikkarten der GTX 1000er-Generation, die dank eines massiven Zuwachses an Leistung auch komplexere physikalische Berechnungen ohne Probleme stemmen können sollen. Die Anwendung wird in Kürze kostenlos bei Steam erscheinen.

Nvidias neue Flaggschiffkarte GTX 1080 ist ab sofort erhältlich und bietet zwar einen riesigen Leistungssprung, ist aber mit einem Preis von rund 800 Euro auch richtig teuer. Viele VR-Spiele dürften von der Mehrleistung nur bedingt profitieren, da die Entwickler für Mindestanforderungen deutlich darunter optimieren.

Das deutlich bessere Preis- Leistungs-Verhältnis dürfte, wie schon in der Vorgängergeneration, die kleine Schwester GTX 1070 bieten. Der Preis der Karte soll bei rund 320 Euro (379 US-Dollar) liegen, das entspricht ziemlich genau dem Preisniveau aktueller GTX 970-Karten. Dabei soll die 1070er-Generation aber mindestens 50 Prozent mehr Leistung bieten und in etwa auf dem Niveau des bisherigen Flaggschiffs Titan X liegen. Die GTX 1070 erscheint weltweit ab dem 10. Juni.

| Source: Nvidia | Featured Image: Nvidia (Screenshot bei YouTube)