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HTC Vive: Performance-Test auf Steam VR verfügbar

von Matthias Bastian22. Februar 2016

Nachdem nun Preis und Erscheinungsdatum für HTC Vive geklärt sind, stellt sich automatisch die nächste Frage: Ist der eigene Rechner schnell genug, um die VR-Brille auch sinnvoll zu betreiben?

Im Gegensatz zu Mitbewerber Oculus VR hat sich Valve ein bisschen mehr Mühe mit dem Performance-Test gegeben. Statt nur anhand der Hardware-Daten ein “Ja” oder “Nein” auszuspucken, läuft ein realer Benchmark einer VR-Demo und prüft den eigenen PC. Die “Aperture Robot Repair”-Demo, angelehnt an das populäre PC-Spiel Portal, verwendeten HTC und Valve zuvor schon bei zahlreichen öffentlichen VR-Demos, um Interessierte in die virtuelle Realität zu schicken.

Da der Benchmark die tatsächliche Leistungsfähigkeit des PCs ermittelt, werden auch übertaktete Prozessoren oder Grafikkarten sowie AMD-Hardware korrekt berücksichtigt. Als Ergebnis werden drei Stufen ausgegeben: “Nicht geeignet”, “Tauglich” und “Bereit”. Bei der Auflistung der Ergebnisse werden Hinweise angegeben, was man am eigenen System verbessern kann, damit es wirklich alle bald erscheinenden Virtual-Reality-Apps flüssig abspielen kann.

Der Performance-Test gibt einen relativ genauen Anhaltspunkt, wie VR-tauglich der eigene PC ist. BILD: Steam

Der Performance-Test gibt einen relativ genauen Anhaltspunkt, wie VR-tauglich der eigene PC ist. BILD: Steam

Der Download des “SteamVR Performance Test” ist noch nicht offiziell im Store verfügbar, kann aber unter dieser Adresse (Anmerkung: Der Performane-Test ist nun im Store offiziell verfügbar) abgerufen werden. Falls der Link nicht funktioniert, kann man alternativ Steam starten, dann die WinTaste+R drücken und in dem auftauchenden Fenster “steam://run/323910” einfügen. Anschließend sollte der Download der 1,9 GB großen Datei starten.

Die offiziellen Mindestanforderungen, die HTC und Valve für Vive ausgeben, sind etwas moderater als die, die Oculus VR für die Rift-Brille nennt. Laut HTC begnügt sich Vive mit 4GB statt 8GB Arbeitsspeicher, außerdem belegt die Brille nur einen USB 2.0-Anschluss am Rechner. Oculus Rift braucht gleich drei USB 3.0-Anschlüsse und einen weiteren USB 2.0-Anschluss. Für die meisten PC-Nutzer bedeutet das: USB-Anschlüsse nachrüsten.

Wer schon weiß, dass der eigene Rechner ohnehin nicht schnell genug ist, der kann sich direkt die “Vive-Ready”-PCs einmal näher anschauen. Gemeinsam mit Alienware, HP und MSI bietet HTC sowohl Rechner als auch Laptops an, die bereit sind für flüssige Ausflüge in Virtual Reality. Auch Oculus VR bietet ein ähnliches Programm, bei dem Vorbesteller der Rift-Brille zusätzlich einen Rabatt auf den neuen PC erhalten.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Mindestanforderungen für den flüssigen Betrieb von Oculus Rift und HTC Vive vergleichend aufgelistet:

HardwareOculus RiftHTC Vive
 GrafikkarteMindestens NVIDIA GTX 970 oder AMD 290Mindestens NVIDIA GTX 970 oder AMD 290
CPUMindestens Intel i5-4590Mindstens Intel i5-4590 oder AMD FX 8350
RAM8GB+ RAM4GB+ RAM
 Video OutputHDMI 1.3HDMI 1.4 oder DisplayPort 1.2 und besser
 USB Ports3x USB 3.0, 1x USB 2.0 port1x USB 2.0 oder besser
 BetriebssystemWindows 7 64-bit (Service Pack 1) oder besserWindows 7 64-bit (Service Pack 1) oder besser
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