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HTC Vive im Wandel der Zeit: Bilder zeigen Verbesserungen

von Matthias Bastian26. Januar 2016

Nur noch rund drei Monate, dann sollte, wenn alles nach Plan verläuft, HTC Vive an die ersten Kunden verschickt werden. Neue Bilder der Hardware sollen die Wartezeit etwas verkürzen.

Shen Ye, VR-Spezialist bei HTC, zeigt bei Twitter, wie die VR-Brille samt Zubehör in den vergangenen Monaten vom Entwicklerteam verbessert wurde. In den Vergleichsbildern ist besonders auffällig, dass sowohl Brille als auch 3D-Controller und sogar die Trackingstationen deutlich kleiner und gleichzeitig ergonomischer geworden sind. Unter anderem zeigt Ye auch einen der ersten Prototypen der 3D-Controller, die zu Demozwecken zwischen Mitte 2014 und Anfang 2015 eingesetzt wurde. Auch die VR-Brille sah zu dieser Zeit noch ein klein wenig anders aus. Eine ähnliche Entwicklung kennt man auch von der Rift-Brille, deren erster Prototyp ebenfalls eher an eine Skibrille erinnerte, die mit Tesafilm zusammengehalten wurde.

HTC Vive früher und heute - Vergleich.

Sehr früher Prototyp der VR-Brille HTC Vive samt 3D-Controller. Die Demoeinheit hatte zwei Galaxy Note 4 Screens vertikal montiert, das erklärt den Formfaktor. IMAGE: MSFX

HTC Vive früher und heute - Vergleich.

Die verschiedenen Iterationen der 3D-Controller – ganz rechts ist das finale Design, links ein früher Prototyp. Der mittlere Controller ist Teil des ersten Entwicklerkits. IMAGE: Shen Ye, Twitter

Auch die Trackingstationen von “Lighthouse” konnten deutlich verkleinert werden. Neben einem schöneren Design wurde ebenfalls die Funktion optimiert. Die neuste Version soll leiser sein und weniger vibrieren, dadurch auch bessere Trackingergebnisse liefern. Der Name ist passend gewählt, denn ähnlich wie ein echter Leuchtturm senden die Basisstationen ein Signal zur Orientierung aus – allerdings sind es hier Laser- statt Lichtwellen. Die eingesetzten Laser sind dabei völlig ungefährlich und wurden bereits von entsprechenden US-Behörden zeritifziert. Die Stationen an sich funktionieren kabellos und müssen nicht mit dem PC verbunden werden, eine Stromversorgung wird allerdings benötigt.

HTC Vive früher und heute - Vergleich.

Kleiner und funktionaler – und das Unterscheidungsmerkmal zu Oculus Rift: Die Basisstationen “Lighthouse”, verantwortlich für das Tracking der VR-Brille und der 3D-Controller. Bild: Shen Ye / Twitter

HTC Vive früher und heute - Vergleich.

Bilder der Miniatur-Fotowiderstände, die an VR-Brille und Controller angebracht sind und die in Kombination mit den Basistationen das “Room-Scale-Tracking” von HTC Vive möglich machen. Bild: Alan Yates / Twitter

Aus zahlreichen Bildern bekannt ist bereits das überarbeitete Design des zweiten Entwicklerkits “Vive Pre”. Pre bietet nicht nur ergonomische und kosmetische Verbesserungen, sondern auch technologische Neuerungen. Das “Chaperone-System”, das bedeutet so viel wie “Aufpasser”, wurde mit einer zusätzlichen Frontkamera aufgewertet. Über die Kamera kontrolliert Vive die Umgebung und warnt, wenn der Nutzer beispielsweise einer Wand zu nahe kommt oder den Trackingbereich verlässt. Außerdem kann ein Bild der Außenwelt in die VR-Brille übertragen werden, so dass man sich mit anderen Menschen unterhalten oder nach einer Flasche Wasser greifen kann, ohne die VR-Brille vorher absetzen zu müssen. Die Funktion kann jederzeit via Knopfdruck aktiviert werden. Shen Ye zeigt zwei direkte Vergleiche der früheren Entwicklerversion und “Pre”.

HTC Vive früher und heute - Vergleich.

Einmal von der Seite, hier erkennt man die verbesserte Ergonomie besonders gut…

HTC Vive früher und heute - Vergleich.

…und von vorne. Links ist Vive Pre, gut zu erkennen am kleineren Formfaktor und der Frontkamera ganz unten am Gehäuse. Bild: Shen Ye / Twitter

Weitere Verbesserungen für finale Version sind angekündigt

Allerdings sehen wir auf den Bildern wohl noch immer nicht die Version der VR-Brille, die im April an Endkunden verschickt werden soll. Vor einigen Tagen sprach Shen Ye auf dem VR-Meetup in Köln und verriet unter anderem, dass die finale Version von Vive gegenüber der Entwicklerversion Pre in puncto Ergonomie und Tragekomfort weiter verbessert werden soll. Auf der CES habe man Feedback der Tester bekommen, das man noch einbauen würde. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass HTC zum Marktstart im April nicht besondere viele VR-Brillen auf Lager haben kann – sonst wäre die Produktion der finalen Version wohl schon lange angelaufen. Fans der Vive-Brille sollten sich also den 29. Februar fett im Kalender markieren, denn dann startet HTC die Vorbestellungen für die Vive.

| FEATURED IMAGE: Shen Ye / HTC via Twitter