Update vom 10. Januar 2018:

Der Techjournalist Micah Blumberg behauptet bei Medium, dass Vive Pro 349 US-Dollar kosten wird. Das komplette Set mit 3D-Controllern und Basisstationen soll im vierten Quartal 2018 erscheinen und 799 US-Dollar kosten. Blumberg beruft sich auf eine “verlässliche Quelle”.

Update vom 9. Januar 2018:

Auf der offiziellen Produktseite beantwortet HTC weitere Fragen zur Vive-Pro-Brille. Die Weite des Sichtfelds ist identisch zum Originalmodell und liegt laut HTC bei 110 Grad. Das dürfte allerdings der Optimalfall sein: Im Alltag hängt es auch von der Gesichtsform und des Augenabstands des Trägers ab, wie viel Bild sichtbar ist.

Die integrierten Kopfhörer können abmontiert werden, sofern man eigene verwenden möchte. Neu ist weiter ein standardmäßiger USB-Type-C-Anschluss und ein überarbeitetes Gesichtspolster samt Nasenauflage.

Vorderseite der Vive-Brille mit neuer Doppelkamera und Lighthouse 2.0 Sensoren. Bild: HTC

Vorderseite der Vive-Brille mit neuer Doppelkamera und Lighthouse 2.0 Sensoren. Bild: HTC

Seitenansicht der Vive-Pro mit Blick auf integrierte Kopfhörer sowie das ergonomischeren Kopfband. Bild: HTC

Seitenansicht der Vive-Pro mit Blick auf integrierte Kopfhörer sowie das ergonomischeren Kopfband. Bild: HTC

Ursprünglicher Artikel vom 8. Januar 2018:

Auf der CES 2018 kündigt HTC Vive Pro an, eine neue Version der VR-Brille HTC Vive mit höherer Auflösung und besserem Tragekomfort.

Das neue Modell hört auf den Namen Vive Pro und hat neu zwei hochauflösende 3,5 Zoll OLED-Displays mit einer Auflösung von je 1440 mal 1600 Bildpunkten bei 90 Hz verbaut. Damit bietet Vive Pro laut HTC 78 Prozent mehr Pixel als das Standardmodell, das mit 1080 mal 1200 Bildpunkten pro Auge auflöst. Vive-Manager Daniel O’Brien sieht am Markt “einen klaren Bedarf an […] einem hochauflösenden Display”.

Ergänzend zur höheren Auflösung bietet Vive Pro zwei integrierte Kopfhörer mit eigenem Verstärker, zwei Dual-Mikrofone mit aktiver Geräuschunterdrückung und eine verbesserte Kopfhalterung. Ein Drehrad soll dafür sorgen, dass sich das ohnehin geringere Gewicht der Brille besser über den Kopf verteilt und weniger aufs Gesicht drückt, vergleichbar mit dem Deluxe Audio Strap für die Originalbrille (Testbericht hier).

Außerdem hat Vive Pro Valves verbesserte Trackingsensoren für SteamVR Tracking 2.0 integriert, kann demnach auf größeren Trackingflächen genutzt werden. Laut HTC werden bis zu vier Basisstationen unterstützt, die zusammen circa 100 Quadratmeter abdecken. Das ist gerade für Spielhallenbetreiber eine wichtige Neuerung.

Vive Pro unterstützt wie HTC Vive Intels neuen Drahtlosadapter, den der Chip-Hersteller in Kooperation mit HTC im vergangenen Jahr entwickelte. Er soll im dritten Quartal auf den Markt kommen.

Doppelkamera für Augmented Virtual Reality?

Die interessanteste Neuerung neben der höheren Auflösung ist eine zweite Kamera an der Vorderseite der VR-Brille. Die einzelne Frontkamera der Originalbrille reicht für die schnelle Durchsicht auf die reale Umgebung, ist aber aufgrund der flachen 2D-Perspektive eher desorientierend.

Mit der neuen Doppelkamera in Kombination mit der exakten Raumerfassung des Trackingsystems wäre womöglich ein richtiger 3D-Blick und damit eine neue App-Kategorie im Bereich Augmented Virtual Reality möglich: Durch die doppelten Kameras könnte der VR-Brillenträger eine digital erweiterte Realität in 3D betrachten. Laut HTC schafft die Dualkamera “neue kreative Möglichkeiten” für Entwickler.

Allerdings: Ähnliche Aussagen – damals mit Bezug auf die einzelne Frontkamera – gab es schon zum Launch von HTC Vive. Umgesetzt wurde jedoch nichts. HTC wird jedoch nicht grundlos eine zweite Linse ins Gehäuse integrieren, die Gewicht und Kosten nach oben treibt. Auf Nachfrage wollte Chinas Vive-Präsident Alvin Wang Graylin mögliche zukünftige Funktionen nicht kommentieren.

Preis noch nicht bekannt, HTC Vive wohl bald günstiger

Vive Pro soll als reine VR-Brille ohne Zubehör noch im ersten Quartal 2018 in den Verkauf gehen. Ein vollständiges Set folgt im Laufe des Jahres. Das alte Modell bleibt 2018 noch im Handel, dürfte wohl bald günstiger und als Budget-Variante vertrieben werden.

Wer das Original schon besitzt und über ein Upgrade nachdenkt: Vive Pro ist trotz der neuen Trackingsensoren mit dem gemeinsam mit HTC Vive verkauften Trackingsystem Lighthouse kompatibel. Entgegen meiner Spekulation setzt HTC offenbar nicht auf Valves spezielle VR-Linsen. Das Vive-Pro-Sichtfeld dürfte demnach dem der Originalbrille entsprechen und bei circa 100 Grad liegen.

| Featured Image: HTC

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