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HTC Vive: Probleme bei der Installation – mögliche Lösungen

von Matthias Bastian25. April 2016

Da Virtual Reality noch eine neue Technologie ist, sind sowohl Hard- als auch Software von diversen Kinderkrankheiten betroffen. Die Vive-Brille scheint mit diesen noch etwas mehr zu kämpfen als Konkurrent Oculus Rift. Allerdings ist das Setup auch ungleich komplexer.

Bei Reddit beschweren sich eine Reihe neuer Besitzer von HTC Vive über technische Probleme mit der VR-Brille, bieten aber auch direkt konstruktive Lösungsvorschläge an. Besonders häufig genannte Lösungen, die helfen können, aber nicht müssen, sammeln wir in diesem Beitrag. Wer andere Probleme und vielleicht sogar schon die passende Lösung hat, kann diese gerne in den Kommentaren ergänzen.

Direkt in Steam kann man sich für die Steam-VR-Beta anmelden (Rechtsklick auf Steam VR in der Bibliothek, Einstellungen, Betas). Mit etwas Glück hat Valve in der Beta bereits mögliche Fehler behoben, die das eigene System betreffen. Mit etwas Pech kommen neue Probleme hinzu. Falls es Probleme gibt, sollte man sich daher zuerst in die Beta einwählen oder zur letzten stabilen Version wechseln.

Die integrierte Kamera an der Vorderseite der VR-Brille bereitet offenbar besonders häufig Probleme, wenn sie im 60Hz-Modus läuft. Das Tracking kann aussetzen und die VR-Brille schaltet sich ab. Um das Problem zu lösen, sollte man zuerst versuchen, den USB-Port zu wechseln. Wenn das nicht hilft, kann man der Vive-Brille einen alleinigen USB-Controller gönnen. Dafür schließt man über einen USB-Hub alle zusätzlichen USB-Geräte an einen einzigen USB 3.0-Anschluss an und verbindet HTC Vive anschließend über USB 2.0 mit dem Rechner.

Alternativ kann man in den Einstellungen von Steam VR die Refreshrate der Kamera von 60 auf 30 Bilder pro Sekunde reduzieren oder sogar ganz deaktivieren. Genau, das ist die gleiche Kamera, die HTC Ende letzten Jahres noch als “technologischen Durchbruch” feierte.

Ein weiterer möglicher Übeltäter ist das integrierte Bluetooth-Signal. Auch dieses kann man in den Optionen ausstellen. Falls das alleine nicht hilft, sollte zusätzlich der dazugehörige Treiber im Windows-Gerätemanager komplett deaktiviert oder deinstalliert werden. Allerdings funktioniert dann das Standby-Feature der Tracker nicht mehr.

Einige Nutzer schreiben, dass eine Neuinstallation von Steam VR Probleme beim Tracking und Abstürze lösen konnte. Zusätzlich soll ein Neustart der VR-Brille (nicht von Steam VR!) helfen. Die Brille kann man in den Steam-VR-Einstellungen rebooten.

Bei Trackingproblemen können Spiegelungen im Raum der Verursacher sein. Selbst eine relativ kleine, reflektierende Oberfläche kann das Trackingsystem grundlegend stören. Spiegelnde TVs und Monitore oder Fenster mit viel Sonnenlicht sind hier meist die Übeltäter. Achtung: Im Auslieferungszustand sind auf den Lighthouse-Boxen Plastikfolien angebracht, die entfernt werden müssen. Außerdem müssen die Boxen ausreichend hoch und im richtigen Winkel angebracht werden, damit sie sich jederzeit gegenseitig sehen können. Wenn die Boxen sich nicht gegenseitig sehen können, muss das beigelegte Synch-Kabel benutzt werden.

Auch ein Firmwareupdate der 3D-Controller kann Probleme beheben. Das geht über die Einstellungen bei Steam VR, alternativ kann man die Datei ” lighthouse _watchman_update.exe” manuell ausführen, die im Pfad “…\Steam\steamapps\common\SteamVR\tools\lighthouse\bin\win32” liegt. Die Controller anschließend einzeln nacheinander via Micro-USB mit dem Rechner synchronisieren.