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HTC Vive: Raw Data erzielt Umsatz von über einer Million US-Dollar

von Matthias Bastian16. September 2016

Update vom 16. September:

Laut dem Entwicklerstudio Survivos ist Raw Data das erste VR-Spiel überhaupt, das innerhalb eines Monats einen Umsatz von über einer Million US-Dollar erzielen konnte. Das Spiel befindet sich noch immer in Entwicklung und ist bei Steam als Early-Access-Version verfügbar. Die finale Version soll bis Jahresende erscheinen. Auch Ableger für Oculus Rift und Playstation VR sind in Planung.

Update vom 16. Juli:

Bei Steam Spy gibt es nun die erste Hochrechnung der Verkaufszahlen. Survivos konnte rund 4.000 Einheiten von Raw Data innerhalb der ersten 48 Stunden absetzen. Gut 400 Spieler maximal waren bislang gleichzeitig online. Die durchschnittliche User-Bewertung liegt bei 89 Prozent.

Ursprünglicher Artikel: HTC Vive: Raw Data erklimmt Topseller-Liste bei Steam

Der neue Arena-Shooter Raw Data für HTC Vive erklimmt auf Anhieb die Topseller-Liste bei Steam. Nach Pool Nation VR gelingt das erst zum zweiten Mal einem VR-exklusiven Spiel.

Seit gestern können Besitzer von HTC Vive den Mehrspieler-Shooter Raw Data als Early-Access-Version bei Steam kaufen. Der reguläre Preis liegt bei 40 Euro, bis zum 21. Juli ist das Spiel auf 30 Euro reduziert. Die Besonderheit bei Raw Data: Zwei VR-Brillenträger können sich gleichzeitig in die virtuelle Arena begeben und Rücken an Rücken gemeinsam die wiederkehrenden und immer härter werdenden Attacken fieser Cyborgs abwehren. Dabei halten sie über Funk Kontakt und sprechen Strategien ab. Neue Features sollen kontinuierlich hinzugefügt werden. Versionen für Playstation VR und Oculus Rift sind in Planung.

Raw Data könnte ein Verkaufserfolg werden

Offenbar trifft das Konzept einen Nerv bei den Vive-Besitzern: Der Titel konnte auf Anhieb die Bestseller-Liste bei Steam toppen und rangiert nun auf dem vierten Rang. The Brookhaven Experiment gehört zum gleichen Genre und zeigt was möglich ist: Seit dem Marktstart am 5. Juli verkauften die Entwickler circa 15.000 Einheiten. Damit gehört das Spiel schon zu den Topsellern der VR-Spielebranche. Denn rechnet man die kostenlos erhältlichen Titel raus, schaffen es derzeit die wenigsten Virtual-Reality-Spiele, die 20.000er Marke zu knacken. Eines davon ist der vorherige Topseller Pool Nation VR.

Mehr als die Hälfte der bei Steam erhältlichen VR-Spiele bleibt sogar unter 7.500 verkauften Einheiten. Der Markt ist noch so klein, dass sich der Einstieg für etablierte Gamesstudios kaum lohnt. Indie-Entwickler, die in kleinen Teams und mit geringen Budgets arbeiten, können mit etwas Glück und entsprechender Qualität aber finanziell lukrative Projekte auf die Beine stellen. Im Falle von Raw Data steckten eine Reihe von Investoren bis zu vier Millionen US-Dollar in das kalifornische Entwicklerteam Survivos.

Raw Data reiht sich in die mittlerweile lange Liste an virtuellen “Arena-Shootern” ein, die auf einer kleinen Room-Scale-Fläche ohne große Restriktionen gut umsetzbar sind. Der Vorteil bei diesem Konzept: Es gibt keine großen Einschränkungen bei der Fortbewegung, weder stört Teleportation die Immersion noch droht aufgrund künstlicher Bewegung die Motion Sickness. Außerdem werden die 3D-Controller authentisch eingesetzt. Das macht das Genre, obwohl es spielerisch limitiert ist, bei VR-Entwicklern so beliebt. Der Arena-Shooter mit Hintergrundgeschichte glänzt besonders im Room-Scale-Modus von HTC Vive, kann aber zukünftig mit Oculus Rift oder Playstation VR auch im Stehen gespielt werden.

| Featured Image: Survivos