Klein und günstig: Mit diesem selbstgebauten Miniatur-Vive-Tracker könnten sogar sehr kleine Objekte in die Virtual Reality geholt werden.

HTCs Vive-Tracker können an beliebigen Objekten – auch an Menschen – angebracht werden, um sie möglichst vollständig in die Virtual Reality zu holen. In den Trackern stecken die gleichen Sensoren, die in der Vive-Brille verbaut sind. So wie die VR-Brille werden sie von Valves Trackingsystem Lighthouse erfasst.

HTCs Version der Vive-Tracker. Bild: HTC

HTCs Version der Vive-Tracker. Bild: HTC

Interessant sind die Tracker in erster Linie für Spielhallen oder Unternehmen, die spezielle Anwendungsszenarien haben. Für Heimnutzer und Gamer spielen die Geräte keine Rolle, wohl auch wegen des hohen Preises über 120 Euro. Zwar gab es seitens HTC zaghafte Vermarktungsversuche an Endverbraucher, die man aber getrost als gescheitert bezeichnen darf.

Vive-Tracker Marke Eigenbau für fast kein Geld

Der Techforscher Masahiko Inami von der Tokio-Universität zeigt bei Twitter (via RoadtoVR) selbstentwickelte Vive-Tracker, die kleiner und günstiger sind als das Original. Die mit Lighthouse kompatiblen Sensoren von Triad Semiconductor können einzeln für kleines Geld eingekauft werden. Insgesamt sollen die Mini-Tracker umgerechnet circa 2,30 Euro kosten.

Allerdings hat der Miniatur-Tracker keine Batterie angeschlossen, die sich auf Größe und Preis des Geräts auswirken würde. Außerdem bräuchte es wohl mehrere Sensoren, die weiter voneinander entfernt sind, um dieselbe Qualität bei der Bewegungserfassung wie die Vive-Tracker zu erreichen. Zum Vergleich: HTCs Originalgeräte haben für ein möglichst verdeckungsfreies 360-Grad-Tracking mehr als 20 Sensoren verbaut.

Eine Demonstration der Tracker im Einsatz zeigt Inami leider nicht. Dennoch ist die Miniaturisierung der Trackertechnologie ein spannendes Experiment, beispielsweise um die Sensoren für vollständige Körpererfassung in Kleidungssstücke einzuweben.


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