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HTC Vive: Spektakuläre Experimente mit dem Vive-Tracker

von Matthias Bastian25. Juni 2017

Seit Ende Februar probieren sich VR-Entwickler an den neuen Vive-Trackern aus. Videos zeigen teils kreative, teils absurde Experimente.

Der Vive-Tracker, HTCs neuestes Zubehör für HTC Vive, bringt reale Gegenstände einfach und elegant in die Virtual Reality. Das handliche Gerät wird an einem realen Objekt befestigt, für das anschließend ein digitales Gegenstück entworfen wird.

Den Rest übernimmt Valves Trackingsystem Lighthouse, denn im Vive-Tracker sind die gleichen Sensoren verbaut wie in der VR-Brille HTC Vive. Der Vive-Tracker wird vom System erfasst und sobald er sich samt des realen Objekts bewegt, bewegt sich auch das virtuelle Gegenstück.

Das Zubehör kostet 120 Euro und ist derzeit nur für Entwickler erhältlich. Diese suchen nach sinnvollen Anwendungsszenarien – und treiben dabei jede Menge Schabernack.

Vive-Tracker an der Drohne, am Ventilator und der Sprühdose

Bisher gab es recht einleuchtende, fast schon konservative Anwendungsszenarien für die Vive-Tracker zu sehen. Beispielsweise ermöglichen mehrere Tracker die Ganzkörpererfassung und taugen so als günstiger Ersatz für ein kleines Motion-Capture-Studio.

Mobile VR-Brillen können mit dem Zubehör um Raumtracking erweitert werden. Klebt man das Gerät an eine Kamera, kann diese anschließend als Virtual-Reality-Kamera spektakuläre Mixed-Reality-Aufnahmen schießen.

Es gibt aber auch ausgefallenere Ansätze. Der VR-Künstler und Kreative Jaymis Loveday brachte den Vive-Tracker an einer realen Drohne an. Zu dieser baute er ein virtuelles Gegenstück, das er in die VR-Umgebung des Piraten-Shooters “Space Pirate Trainer” integrierte.

Jetzt kann er die virtuelle Drohne mit der realen Fernbedienung steuern und auf Knopfdruck Piratenroboter wegballern.

Noch schräger ist das Experiment des VR-Entwicklers Alex Coulombe. Er brachte den Vive-Tracker an einem Ventilator an und benutzte das im Kreis umherfliegende Objekt in der Virtual Reality als Zielscheibe für Pfeil und Bogen.

Nicht ganz so unterhaltsam, dafür sehr nützlich für Haustierbesitzer, ist die Tracker-Anwendung des Studios Triangular Pixels. Eine Software erkennt den Vive-Tracker auf dem Rücken des Haustieres und blendet als Warnung ein digitales Haustiermodell in die Virtual Reality ein. Das senkt die Stolper- und Verletzungsgefahr für Zwei- und Vierbeiner deutlich.

Dass die Vive-Tracker für einen unterhaltsamen Einsatz nicht zwingend auf eine VR-Brille angewiesen sind, zeigt das folgende Szenario. Zwei der Tracker sind an realen Spielzeugpanzern angebracht, die auf einem Tisch stehen. Auf den Tisch wird ein digitales Spielfeld projiziert.

Passend zur Position der Panzer ergänzt der Projektor visuelle Effekte wie Explosionen. Auch die Umgebung reagiert korrekt, beispielsweise fallen die digitalen Zaunpfähle um, wenn sie vom realen Spielzeugpanzer berührt werden.

Ebenfalls ziemlich cool – diesmal wieder mit VR-Brille – ist der folgende Graffiti-Simulator, für den fürs maximale Sprühgefühl ein Vive-Tracker an einer realen Sprühkanne befestigt ist. Wer virtuell sprüht, kann seine Kunstwerke ziemlich authentisch sprayen, ohne sich Ärger mit der Nachbarschaft einzufangen – oder der Polizei.

| Featured Image: iBrews YouTube (Screenshot) | Via: UploadVR

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