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HTC Vive und Oculus Rift: VR-Raumklang erleben mit neuer Google-App

von Matthias Bastian6. November 2017

Google demonstriert in einer neuen VR-Erfahrung für Oculus Rift und HTC Vive die Möglichkeiten der hauseigenen Raumklang-Engine “Resonance Audio”.

Googles Virtual-Reality-App “Audio Factory” ist ab sofort kostenlos bei Steam für HTC Vive und Oculus Rift verfügbar. In insgesamt vier Klangwelten kann man die Fähigkeiten der immersiven Sound-Engine Resonance Audio erleben.

In der App durchfährt man in einem Aufzug vier Etagen, jede davon bietet eine mit Raumklang verknüpfte interaktive Spielerei. Beispielsweise erzeugt man Elektrowellen, indem man Stecker in eine Steckdose führt, oder kurbelt Zahnräder an für eine 360-Grad-Kakophonie mit industriellem Charme.

Faszinierend: Im beschriebenen Zahnradraum plärrten die Maschinen so laut, dass ich die Anweisungen aus einem kleinen Lautsprecher an einer Steuerungskonsole kaum mehr hören konnte. Ohne darüber nachzudenken, kniete ich mich hin und legte mein digitales Ohr an die kleine Box, um mehr zu verstehen.

Klasse Raumklang mit Stereokopfhörern

Googles Ton-Algorithmen beweisen – so wie zahlreiche andere Software am Markt, zum Beispiel die des deutschen VR-Unternehmens “Dear Reality” – dass man für immersiven Raumklang lange keine Spezialkopfhörer oder eine aufwendige Boxeninstallation mehr benötigt.

Stattdessen reichen zwei herkömmliche Stereokopfhörer, um Tonquellen präzise im Raum verorten zu können oder die Charakteristik des virtuellen Schalls passend zur Kopfbewegung wahrzunehmen.

Laut Google simuliert Resonance Audio die Interaktion zwischen realen Schallwellen und dem menschlichen Ohr, um die authentischen Soundcharakteristiken zu erzeugen. Dafür werden die Geschwindigkeit, die Frequenz und die Lautstärke der digitalen Schallwellen im Kontext der Umgebung moduliert. Schall kann beispielsweise erst mal von einer virtuellen Wand abprallen, bevor er an das Ohr des VR-Brillenträgers dringt.

Im Video unten kann mit Kopfhörern in den Raumklang reinhören. Allerdings fehlt hier wie bei der Daydream-Version der App die Bewegung in die Tiefe des Raumes. Für die braucht es Highend-Brillen wie HTC Vive oder Oculus Rift. Entwickler finden hier weitere Informationen zur Engine.

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