Im Sommer zeigte HTC auf der größten Spielemesse Asiens den chinesischen Vive-Shooter “Reboant”. Der Trailer versprach Grafik und Gameplay auf AAA-Niveau. Eine erst kurze Demo bei Steam enttäuscht.

Digility 2018

Man kennt die Geschichte: Ein hochgerüsteter Weltraumsoldat landet auf einem fremden Planeten und muss feindlich gesinnten Aliens den Garaus machen. In einem Trupp bewegt sich der Spieler durch eine verwüstete Landschaft und schießt mit seiner Kanone heranstürmende Aliens nieder. Als Fortbewegungsmethode dient eine neue Variante der Teleportation, bei der man sich mit einer mechanischen Klaue an die gewünschte Stelle katapultiert.

In der Mitte der Demo begegnet man einem imposanten Alien-Ungetüm, das sich jedoch auf keine Konfrontation einlässt und das Weite sucht. Kurz vor Schluss treffen Spieler auf höher entwickelte, zweibeinige Außerirdische, die bewaffnet sind, in Deckung gehen und das Feuer erwidern. Danach rollt bereits der Abspann.

Hervorragende Grafik, schlechte Performance

Das hervorstechendste Merkmal des Titels ist die Grafik: Die Texturen und Charaktermodelle sind äußerst detailliert, die Spielumgebung stimmungsvoll inszeniert. Rein äußerlich macht “Reboant” den Eindruck eines AAA-Titels Marke “Gears of War” oder “Halo”. Damit enden schon die Parallelen, denn spielerisch wirkt die Demo wie Shooter-Dutzendware.

Das größte Problem ist jedoch die Performance: Das Spiel ruckelt selbst auf den niedrigsten Einstellungen so stark, dass es nicht vernünftig spielbar ist. Laut den ersten Steam-Nutzerkritiken gilt das selbst für PCs mit Geforce 1080 Ti.

Kurioserweise bittet das chinesische Entwicklerstudio Darklord Nutzer auch noch zur Kasse: Ein Euro soll die unausgegorene Techdemo bei Steam wert sein. Käufer sollen dafür Rabatte auf die Anfang 2018 erscheinende Vollversion erhalten.

| Featured Image: Darklord

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