0

HTC Vive: Valve nennt durchschnittliche Größe der Trackingfläche

von Matthias Bastian5. Juni 2016

Room-Scale-VR ist auf dem Papier das Feature, das den Unterschied macht zwischen HTC Vive und Oculus Rift. Aber wird es überhaupt genutzt?

Valve-Entwickler Jeep Barnet postet in der Steam-Community die derzeit durchschnittlichen Größen der Trackingflächen, die Nutzer für Virtual Reality freiräumen. Nach der Statistik, die auf den ersten zwei Monaten VR-Nutzung basiert, haben 81 Prozent der Nutzer eine Trackingfläche, die mit 2m x 1,5m die Mindestgröße für Room-Scale-VR erfüllt. Rund 18 Prozent der Nutzer haben die VR-Brille nur für VR-Erfahrungen im Sitzen oder Stehen eingerichtet. Die am häufigsten genutzte Trackingfläche breitet sich auf 2,5m x 2m aus – das dürfte in etwa die Größe sein, für die Vive-Entwickler ihre VR-Erfahrungen zukünftig optimieren.

Die vollständige Statistik zeigt: Auch wenn Vive-Nutzer das Trackingsystem lange nicht ausreizen, Entwickler könnten für eine Fläche von bis zu 4m x 4m optimieren, wird es gut angenommen.

Während die Facebook-Tochter Oculus VR die Rift-Brille noch voll auf die Nutzung im Stehen und Sitzen fokussiert, schicken HTC und Valve die VR-Brillenträger durch eine kleine Reise durchs eigene Zimmer und die virtuelle Realität. Das sogenannte Room-Scale-VR ist ein Konzept, von dem nicht jeder VR-Enthusiast restlos überzeugt ist. Grund dafür ist der zuvor angesprochene benötigte Platz, den man freiräumen muss – im Optimalfall widmet man dem VR-Holodeck gleich einen eigenen Raum. Außerdem gibt es bei der Fortbewegung über weite Distanzen über die Trackingfläche hinaus noch zahlreiche ungelöste Fragen.

“Wir experimentieren schon lange mit Tracking im ganzen Raum, das ist kein schwierig umzusetzendes  System. Aber wir glauben nicht, dass Nutzer und Entwickler davon wirklich Gebrauch machen, weil der Platz nicht da ist”, sagte Oculus-Gründer Palmer Luckey auf der CES 2016. Und Strauss Zelnick, Geschäftsführer bei Take-two Interactive, unter anderem Publisher der extrem populären GTA-Serie, stimmt Luckey zu: “Es gibt keinen Markt für ein 2.000 US-Dollar teures Entertainment-Gerät, für das man einen eigenen Raum einrichten muss. Ich weiß nicht, was sich diese Menschen vorstellen. Vielleicht haben manche Leute hier einen VR-Raum, aber in der realen Welt? In den USA gibt es so etwas nicht.”

So groß sind die mit HTC Vive genutzten Trackingflächen:

  • 18.5% – 1m x 1m (nur im Stehen)
  • 14.1% – 2,5m x 2m
  • 12.4% – 2m x 2m
  • 8.0% – 2,5m x 2,5m
  • 7.3% – 2m x 1,5m
  • 7.0% – 3m x 2,5m
  • 6.5% – 2,5m x 1,5m
| Source: Valve | Featured Image: HTC / Valve