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HTC Vive: Vollständige Körpererfassung mit den Vive-Trackern möglich *Update*

von Matthias Bastian4. Februar 2017

Update vom 4. Februar 2017: 

Das auf Motion-Capturing spezialisierte Studio Ikinema demonstriert eindrucksvoll, wie präzise und verlässlich Valves Trackingsystem Lighthouse den gesamten Körper erfassen kann. Selbst bei komplexen Bewegungsabläufen wie beim Herumrollen auf dem Boden kommt es nicht zu einem Abbruch des Trackingsignals.

Insgesamt sechs Erfassungspunkte trägt der Entwickler am Körper: Zwei Vive-Tracker an den Schuhen, ein Vive-Controller am Rücken auf Hüfthöhe und zwei weitere in den Händen sowie die VR-Brille auf dem Kopf empfangen das Laserlicht der beiden Basisstationen. Laut dem Studio wurden die Aufnahmen im Video nicht nachbearbeitet. Ikinema kooperiert mit zahlreichen namhaften Unternehmen der Gaming-Branche, darunter Nvidia, Sony und Valve.

| Via: Road to VR

Ursprünglicher Artikel vom 20. Januar 2017: HTC Vive: Vollständige Körpererfassung mit den Vive-Trackern möglich

Ein Entwickler zeigt, wie man mit Hilfe von HTCs neuen Vive-Trackern nicht nur Kopf und Hände, sondern den gesamten Körper in die Virtual Reality holen könnte.

Auf der CES 2017 präsentierte HTC den Vive Tracker. Das Zubehör hat in etwa die Größe eines Eishockeypucks und soll an Zubehör geschraubt werden, das anschließend vom Trackingsystem erfasst und in die Virtual Reality übertragen wird. Das Entwicklerstudio Cloudgate schlägt ein alternatives Nutzungsszenario vor: Man könnte die Tracker auch am eigenen Körper anbringen, um diesen vollständig in die Virtual Reality zu holen.

Zwar werden für die Demo noch vier herkömmliche Vive-Controller für das Tracking verwendet, das gleiche Setup soll jedoch mit den Vive-Trackern möglich sein. Für das Tracking des Unterkörpers wurden zwei Controller an den Beinen angebracht. Laut den Entwicklern wurde die Demo an einem Wochenende zusammengeschraubt.

Die Arm- und Beinhaltung wird mit einer Software abgeschätzt

Die korrekte Haltung der Arme und Beine im Verhältnis zu Händen und Füßen wird mit Hilfe von Inversivkinematik berechnet, bei der der passende Winkel der Gelenke anhand von Posen abgeleitet wird. Hält man beispielsweise die Hand in einer bestimmten Position, ergibt sich daraus automatisch eine anatomisch plausible Stellung des Hand-, Ellenbogen- und Schultergelenks. Eine noch präzisere und stabilere Lösung wäre es, zusätzliche Vive-Tracker in Höhe des Gelenks anzubringen.

Laut den Entwicklern reichen dank der speziellen Vive-Sensoren in Kombination mit dem räumlichen Tracking von Lighthouse sechs Markierungen, um einen Körper bestmöglich zu erfassen und in VR zu übertragen. Herkömmliche Motion-Capture-Systeme arbeiten mit drei- bis viermal so vielen Markern.

| Featured Image: Cloudgate via Youtube

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