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HTC Vive: VR-Museum Lifeliqe erscheint zuerst für Viveport

von Matthias Bastian27. September 2016

Ein Fokus in HTCs Virtual-Reality-Strategie ist die immersive Bildung. Der strategische Partner Lifeliqe bringt viel Erfahrung mit – und jede Menge 3D-Modelle.

Über 1.000 interaktive 3D-Modelle konnte Lifeliqe in den letzten fünf Jahren gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft entwickeln. All diese Modelle wurden für den Einsatz in der Lehre konzipiert und sollen Lerninhalte anschaulich visualisieren. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Schüler und Studierende mit immersiven Medien deutlich effizienter lernen als mit herkömmlichen Lernmaterialien.

Gemeinsam mit HTC bringt Lifeliqe sämtliche 3D-Modelle nun auch in die Virtual Reality. VR-Brillenträger können mit der Room-Scale-Brille um die virtuellen Objekte herumlaufen und sie von allen Seiten betrachten.

Lerninhalte werden ergänzend eingeblendet oder sind direkt ins Lernmodell integriert. Beispielsweise wird bei dem 3D-Modell eines Hundes auf Knopfdruck die Anatomie und das komplette Gefäßsystem sichtbar. Eigentlich unmögliche Reisen an Orte wie die Marsoberfläche werden in VR ebenso möglich wie die Begegnung mit einem ausgewachsenen Dinosaurier. “Es fühlt sich so an, als wäre man wirklich vor Ort”, sagt Matous Tlapak von Lifeliqe.

GIF HTC Vive: VR-Museum Lifeliqe erscheint zuerst für Viveport

Die Sprache von Schülern und Lehrern einander annähern

Ziel der Anwendung sei es, so Mit-Gründer Ondrej Homola, Schüler und Lehrer wieder zusammenzubringen. Kinder würden mit unterhaltsamen Spieleanwendungen aufwachsen und für Lehrer sei es häufig schwierig, dagegen anzukommen. Sein Unternehmen würde sich daher spielerischer Ansätze bedienen und diese mit Bildung verknüpfen. “Wir haben die letzten fünf Jahre auf eine Chance wie Virtual Reality gewartet”, sagt Homola. Der Kern des Entwicklerteams bei Lifeliqe arbeitete zuvor im Gaming-Studio 2K.

Lifeliqes VR-Museum erscheint zuerst in HTCs Online-Store Viveport. Dieser dient insbesondere dem Vertrieb von Non-Gaming-Anwendungen in den Bereichen Bildung, Sport, Musik, Reisen, News und Mode. Anschließend erscheint die App auch bei Steam. Die 3D-Inhalte der Lifeliqe-Plattform sind ergänzend über das Smartphone und Tablets, via Augmented Reality oder – für etwas mehr Haptik – als 3D-Druck verfügbar.

Für den Zugang zum Lifeliqe-Museum muss man zuvor ein Abo abschließen. Der Preis für Endverbraucher liegt bei 14,99 US-Dollar im Monat oder 9,99 US-Dollar bei Abschluss eines Jahresabos.

| Featured Image: HTC / Lifeliqe (Screenshot aus Video)