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HTCs autarke VR-Brille dürfte “Vive Focus” heißen

von Tomislav Bezmalinovic15. September 2017

HTC lässt sich in den USA und in Europa den Namen “Vive Focus” markenrechtlich schützen. Er gilt aller Wahrscheinlichkeit nach der autarken VR-Brille, die noch 2017 auf den Markt kommt.

Die Anträge entdeckte die niederländische Internetseite Letsgodigital. Beide Gesuche wurden am 8. September gestellt, einmal beim US-amerikanischen und einmal beim europäischen Patentamt.

HTC und Lenovo wollen noch dieses Jahr autarke VR-Brillen auf den Markt bringen, die alle zum Betrieb nötige Elektronik im Gehäuse verbaut haben und auf keinen Zuspieler oder externe Sensoren angewiesen sind. Die Geräte werden in Zusammenarbeit mit Qualcomm und Google entwickelt.

Von Qualcomm stammt das Hardware-Referenzdesign, von Google das Daydream-Ökosystem und die Trackingsoftware “Worldsense”, die anhand der Bilddaten der beiden integrierten Kameras die Position im Raum errechnet. Die kommenden Windows-Brillen werden nach dem gleichen Inside-Out-Trackingprinzip räumlich erfasst, müssen aber an einen PC angeschlossen werden.

Preis und Erscheinungsdatum unbekannt

Unbekannt ist, ob die Daydream-Brillen ebenfalls mit 3D-Controllern erscheinen. Angekündigt sind Eingabegeräte, die Rotationen, aber keine räumlichen Bewegungen erfassen und deshalb funktional recht eingeschränkt sind. Dass Controller von integrierten Kameras räumlich gut erfasst werden können, bewies Microsoft bereits.

Wann HTCs autarke VR-Brille genau erscheint und wie viel sie kosten wird, ist nicht bekannt. Laut Googles VR-Chef Clay Bavor soll der Preis in etwa auf dem Niveau von Oculus Rift und HTC Vive liegen. Bavor traf diese Aussage im Mai, also vor den sommerlichen Preissenkungen. Da die Recheneinheit samt Batterie ebenfalls im Gehäuse verbaut ist, ist der relativ hohe Preis keine Überraschung.

| Featured Image: HTC / Google | Source: Lets Go Digital

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