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Huawei stellt ehemaligen Oculus-Forscher ein, plant Tango-Smartphone

von Matthias Bastian8. Januar 2017

Bislang sind Virtual-Reality-Produkte aus China noch keine Konkurrenz für den Rest der Branche. Huawei möchte das ändern.

Auf der CES 2017 präsentierte Huawei das Mate 9 Pro, das erste Smartphone der Chinesen, das für Googles VR-Initiative Daydream zertifiziert ist. Ergänzend entwickelte Huawei eine eigene VR-Brille für das Smartphone, basierend auf Googles Referenzdesign Daydream View.

Dass die Pläne für VR und AR seitens Huawei an dieser Stelle nicht enden, zeigt eine neue Personalentscheidung. Seit Dezember 2016 arbeitet der frühere Oculus-Chefwissenschaftler Steven M. LaValle für das Unternehmen.

Steven M. LaValle stieg 2012 bei Oculus VR ein und war maßgeblich daran beteiligt, die Treibersoftware für die Entwicklerversionen von Oculus Rift zu programmieren. Im Schwerpunkt beschäftigte er sich mit Trackingverfahren und Sensorik, speziell im Kontext einer guten Nutzererfahrung. Bei Huawei soll er als Chefwissenschaftler die Bemühungen zu Virtual, Augmented und Mixed Reality anleiten.

“Unsere Vorstellungen der Zukunft liegen nah aneinander. Wir glauben, dass bei VR und AR ein ganzheitlicher Ansatz für Forschung und Produktentwicklung nötig ist, der Hard- und Software sowie die menschliche Wahrnehmung und die Neurowissenschaften berücksichtigt”, sagt LaValle in einem Statement bei Facebook.

Auch Huawei plant ein Tango-Smartphone

Die US-Webseite Android Authority sprach auf der CES 2017 mit Huawei-CEO Richard Yu. Der verriet, dass sein Unternehmen an einem neuen Smartphone arbeitet, dass Googles Augmented-Reality-Sensoren Tango integriert. Ein Veröffentlichungsdatum steht noch nicht fest, es soll aber zeitnah erscheinen. Der Preis ist nicht bekannt.

Nach Lenovo und Asus kündigt Huawei bereits das dritte Smartphone an, das mit einem 3D-Tiefensensor und Echtzeit-Scanning ausgerüstet ist. Google geht davon aus, dass die hauseigene Tango-Technologie schnell zum Standard wird, ähnlich wie GPS. In 2017 sollen eine ganze Reihe Geräte mit dem Feature erscheinen.

| Featured Image: Kārlis Dambrāns bei Flickr. Titel: Huawei. Lizenziert nach CC BY 2.0. | Via: Chinadaily / Android Authority

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