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Hubblo streamt 360-Grad-Videos in 4K und 3D für 1.000 US-Dollar

von Tomislav Bezmalinovic4. Januar 2017

Die Entwicklung von 360-Grad-Kameras schreitet rasch voran, sodass entsprechende Geräte nicht nur besser, sondern auch günstiger werden. Das Shanghaier Unternehmen Hubblo will diesen Frühling eine portable Kamera für 1.000 US-Dollar auf den Markt bringen, die 360-Grad-Videos in 4K und 3D mit dreißig Bildern pro Sekunde streamen kann.

Die ingesamt sechs Sensoren sind über drei Seiten verteilt, wobei jede Seite über zwei Sensoren verfügt. Diese zeichnen das Video stellvertretend für das linke und das rechte Auge auf, wodurch der stereoskopische 3D-Effekt zustande kommt. Bei den Sensoren handelt es sich um Fischaugenlinsen, die ihre Umgebung in 200 Grad aufnehmen.

Das Videomaterial der sechs Kameras wird von einem internen Prozessor zu einem durchgehenden Panorama verarbeitet und auf einer MicroSD-Karte gespeichert. Da sich dieses Stitching in Echtzeit vollzieht, kann das 360-Grad-Video auch live gestreamt werden – eine entsprechend leistungsfähige Wi-Fi-Verbindung vorausgesetzt.

Welche Streamingplattformen unterstützt werden, ist noch nicht bekannt. Youtube unterstützt seit Anfang Dezember das Live-Streaming in 360 Grad und 4K. Ab 2017 sollen auch Facebook-Nutzer flächendeckend in 360-Grad streamen können. Twitter folgt demnächst.

Die Kamera soll laut Venturebeat kürzer sein als ein iPhone 6, entsprechend leicht und tragbar dürfte sie sein. Gesteuert wird sie über die hauseigene Smartphone-App, die sowohl für iOS als auch Android erhältlich sein wird.  Die eingebaute Batterie hält nach voller Ladung eine Stunde durch.

Die Kamera soll im ersten Quartal 2017 ausgeliefert werden. Man wird sie zunächst auf Indiegogo vorbestellen können, die Crowdfunding-Kampagne wird demnächst starten. Unterstützer werden die Kamera auf Indiegogo zu einem reduzierten Preis erwerben können.

Hochwertigere Konkurrenz ist teuer

Ein vergleichbares Produkt ist Vuze, eine Kamera, die vor gut einem Jahr vorgestellt wurde und ebenfalls 360-Grad-Videos in 4K und 3D aufzeichnen, jedoch nicht streamen kann. Die Kamera kann seit August für 799 US-Dollar hier vorbestellt werden und wird am 7. März erscheinen.

Sucht man nach einer hochwertigeren Lösung, wird es teuer: Da wäre zum einen Nokia, das mit der Ozo eine 360-Grad-Kamera für 40.000 Euro anbietet, die sich hier bestellen lässt. Zum anderen wäre da Facebook mit der Surround 360. Diese Kamera muss man sich allerdings selbst zusammenbauen, Facebook liefert nur die Baupläne. Die Komponenten kosten insgesamt 20.000 bis 25.000 Euro.

Wer möglichst günstig und einfach 360-Grad-Videos drehen möchte, kann sich die Insta360 Nano besorgen, eine Ansteckkamera für das iPhone. Im April kommt mit der Insta360 Air das Gegenstück für Android-Smartphones auf den Markt. Die Qualität dieser Aufnahmen reicht für die Betrachtung auf dem Monitor aus. Durch die VR-Brille gesehen sind die Videos zu detailarm und verpixelt.

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