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i4c: Virtual-Reality-Fachkonferenz für 360-Produzenten in München

von Matthias Bastian12. März 2017

Am 6. April findet in München an der Hochschule für Fernsehen und Film die Fachkonferenz “i4c – Spring into 360°” statt.

Die Produktion räumlicher Inhalte für die VR-Brille erfordere “nicht nur die uralte Weisheit der Geschichtenerzähler, sondern auch zusätzliches technisches und psychologisches Knowhow”, heißt es in der Einladung zur Fachkonferenz i4c. Sie richtet sich an Produzenten von 360-Grad-Inhalten, insbesondere an Filmemacher, Journalisten und Kreative.

Das Event startet am 6. April ab 9.30 Uhr an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Die Organisation übernimmt das Bayerische Filmzentrum. Sprecher sind Produzenten, die ihr Praxiswissen mit dem Publikum teilen. Als Eintritt wird ein Unkostenbeitrag von 28 Euro aufgerufen.

Mehr Informationen zur Veranstaltung, das vollständige Programm und die Möglichkeit, ein Ticket zu ordern, gibt es auf der offiziellen Webseite.

Auswahl der Referenten (Auszug aus dem Programm)

Eren Aksu (The Emblematic Group, USA). Seit über zehn Jahren schon entwickelt „the Godmother of Virtual Reality“, Nonny de la Peña, Experiences, die den Begriff Immersive Journalism geprägt haben. Eren Aksu bringt die neuesten Experiences mit und gibt einen Überblick und Ausblick, wie sie die Zukunft der Mixed Realities sehen.

Die Süddeutsche Zeitung hat mehrere 360°-Filme realisiert. Stefan Göppel und Lukas Ondreka berichten in einer Case Study, wie man effizient und nutzerorientiert Inhalte entwickelt, realisiert und veröffentlicht.

Das Fraunhofer Institutes HHI in Berlin zeigt “Volumetric Video”, eine Technologie, die es erlaubt, 360° Film und Full CG VR so zu vereinen, dass interaktive Möglichkeiten für den User entstehen. Ingo Feldmann ist Leiter der Immersive Media & Communication Gruppe in der Abteilung “Vision & Imaging Technologies” am Fraunhofer Heinrich Hertz Institut. Er stellt den aktuellen Stand der Forschungen sowie erste Anwendungsmöglichkeiten vor.

Im Rahmen einer Kooperation von ARRI und Fraunhofer HHI wird seit einiger Zeit ein 360-Grad-Kamerasystem bestehend aus einem OmniCam System mit sechs Alexa Minis in Pilotanwendungen erprobt, um hochqualitative Panoramen in alltäglichen Produktionsumgebungen zu ermöglichen. Erste Erfahrungen wurden in zwei Pilotanwendungen gesammelt, über die im Vortrag berichtet wird.

Die niederländische Firma Submarine Channel ist eines der ersten Unternehmen am Markt, die extern entwickelte VR-Erlebnisse produzieren, finanzieren und verteilen. Corine Meijers aus Amsterdam spricht über die bisherigen Erfahrungen, Geschäftsmodelle, Fördersysteme und gibt einen Ausblick auf die nahe Zukunft.

Die für TNT produzierte Serie 4 Blocks wird erst im Mai gelauncht  und auf der Fachkonferenz vorab gezeigt. Philip Grabow erläutert die Besonderheiten der Produktion, die Arbeit am Set und teilt seine Erfahrungen. Szenisches Licht, cinematographische Inszenierung, der Einsatz von Schauspielern, “User Perspective” und räumliches Erzählen sind die Themen.

Dorothee Pitz wird das WDR-Projekt “Inside Ausschwitz” vorstellen. Dies ist die weltweit erste in Auschwitz-Birkenau realisierte “Virtual Documentary”. Sie erzählt die Geschichten von drei überlebenden Frauen, die zu den letzten Zeitzeuginnen des Holocausts gehören. Mit Hilfe der 360° Technologie werden ihre persönlichen Erfahrungen mit den gewaltigen Dimensionen des Vernichtungslagers in Zusammenhang gesetzt und damit zu einer eindrücklichen Erfahrung.

| Featured Image: i4c

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