Update vom 30. August:

Das folgende Video zeigt Acers IFA-Enthüllung von StarVR (ab 5:20) und OJO 500 (ab 12:25). Wie vermutet, richten sich beide VR-Brillen explizit an Betreiber von Entertainment-VR-Angeboten und Unternehmen.

Ursprünglicher Artikel vom 29. August 2018:

Acer präsentiert verbesserte Windows-VR-Brille, ab November erhältlich

Es gibt ein neues Lebenszeichen von Windows Mixed Reality: Acer hat auf der IFA überraschend eine neue Windows-Brille mit der Modellnummer OJO 500 vorgestellt. Die Neuerungen sind optionale Kopfhalterungen, ein abnehmbares Gehäuse, integrierte Lautsprecher und ein IPD-Regler.

Erst vor zwei Wochen präsentierte der taiwanesische Hardwarehersteller eine neue StarVR-Brille für professionelle Anwender. Nun legt das Unternehmen nach und stellt eine von Grund auf überarbeitete Windows-Brille vor, die optisch und technisch vom früheren Design abweicht.

Das neue Gerät wurde im Hinblick auf häufig wechselnde Nutzer entwickelt und zielt damit auf VR-Spielhallen, Vergnügungsparks und Unternehmen. Das Gehäuse samt der Linsen lässt sich wie bei Sensics VR-Brille von der Kopfhalterung trennen. Das erlaubt eine mühelose Reinigung der Linsen und der Kopfhalterung. Eine solche Funktion bietet bislang keine der zahlreichen Windows-Brillen.

Wer die Acer-Brille kauft, muss sich zwischen einer harten oder weichen Kopfhalterung entscheiden. Letztere besteht aus Stoff und kann in der Waschmaschine gewaschen werden.

Keine Kopfhörer dank integrierter Lautsprecher

Ebenfalls neu sind die integrierten Lautsprecher ähnlich Oculus Go. Die haben den Vorteil, dass man keine Kopfhörer mehr braucht und seine Umgebung hört. Wem diese Lösung nicht immersiv genug ist, kann zur harten Kopfhalterung greifen: Die kommt wie Samsung Odyssey mit integrierten Kopfhörern. Wer lieber seine eigenen Kopfhörer verwendet, greift zur Brillenversion mit weicher Kopfhalterung.

Die neue Acer-Brille schließt in einem weiteren Punkt zu Samsungs Windows-Brille auf: Sie bietet einen IPD-Regler zur Einstellung des Linsenabstands. Eine von Acer entwickelte Smartphone-App hilft bei der Ermittlung des IPD-Werts.

Keine Verbesserungen beim Display

Beim Display hat sich nichts getan: Acer verbaut weiterhin zwei 2,89 Zoll große LC-Displays mit einer Auflösung von 1.440 mal 1.440 Bildpunkten pro Auge, einer Sichtfeldweite von ungefähr 100 Grad und einer Bildwiederholrate von 90 Hertz. Diese Display-Auflösung ist mit Ausnahme von Samsung Odyssey bei allen Windows-Brillen gleich.

Das Hochklappen des Gehäuses für den schnellen Wechsel von VR in RR ist nach wie vor möglich. Zum Gewicht der VR-Brille gibt es noch keine Angabe.

Acer OJO 500 ist ab November weltweit erhältlich. In den USA wird sie für 399 US-Dollar und hierzulande für 499 Euro verkauft. Damit ist sie die teuerste in Deutschland erhältliche Windows-Brille. Die Controller sind im Preis inbegriffen.

Mehr Informationen zu Windows-Brillen findet ihr in unserem Sammelartikel zu Windows Mixed Reality.

| Featured Image and Source: Acer

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