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Intel und Google entwickeln Augmented-Reality-Smartphone

von Carolin Albrand24. August 2015

Google und Intel entwickeln gemeinsam ein Augmented-Reality-Smartphone, das die Umgebung in 3D und in Echtzeit scannen und auf dem Display anzeigen kann.  Die Besonderheit an dem Smartphone sind eine Vielzahl an Sensoren und Kameras. Auf der Rückseite befinden sich an dem ansonsten gewöhnlich aussehenden Gerät unter anderem Intels RealSense-Kamera mit Fischaugenlinse und einem 8-Megapixel-Sensor, RGB Kameras, eine Wärmebildkamera sowie die Technologie von Googles Hightech-Tablet Project Tango. Ein zusätzlicher Laser erfasst die Strukturen von Oberflächen. Den Prototypen stellten die beiden Unternehmen vor wenigen Tagen auf einer Entwicklerkonferenz von Intel vor. Er hat ein QHD-Display, ist 6 Zoll groß, 8,2 Millimeter dick, wiegt 165 Gramm und läuft mit einem Intel Atom X5 Processor. Das Betriebssystem ist Android 5.0.1 Lollipop.

3D-Scans und Augmented-Reality-Games in Echtzeit

Das Augmented-Reality-Smartphone verbindet die präzise Bewegungserkennung des Google-Tablets mit der Tiefenwahrnehmung von Intels Kamera, die speziell für die Verwendung in Smartphones entwickelt wurde. Während Googles Technologie die Umgebung erkennt und mit einem 3D-Trackingsystem eine Karte der Umgebung erstellt und speichert, isoliert und scannt das Kamerasystem RealSense 3D-Objekte in Räumen. Wirklich sinnvolle Anwendungen der neuen Technologie wurden noch nicht gezeigt. Bisherige Demos beschränken sich in erster Linie auf neue Ideen für Spiele, die die Umgebung direkt einbeziehen. Allerdings lassen sich auch schnell und ohne großen Aufwand 3D-Karten der Umgebung erstellen. Das könnte beispielsweise auch für Virtual Reality genutzt werden, um reale Umgebungen auch virtuell zugänglich zu machen. Arbeitsprozesse für Entwickler, um aufwändige 3D-Umgebungen zu erstellen, könnten so zukünftig vereinfacht werden. Im Moment zeigen Intel und Google mit dem Prototypen nur: Die Technologie funktioniert. Welchen Sinn sie stiftet erfahren wir erst, wenn Entwickler ab Ende 2015 den Prototypen in die Hände bekommen und ihre Ideen und Konzepte umsetzen können. Ein Preis für den Prototypen wurde noch nicht genannt.

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| SOURCE: Engadget
| IMAGES: YouTube
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