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Intel: “Virtual Reality muss so vielseitig werden wie das Smartphone”

von Tomislav Bezmalinovic3. Oktober 2017

Kim Pallister, der Intels VR-Projekte leitet, sieht die Technologie noch weit vom Massenmarkt entfernt. Für den Manager ist der Anwendungsbereich der Virtual Reality noch zu eingeschränkt, um eine Anschaffung der Geräte zu rechtfertigen. Um im Alltag der Menschen anzukommen, müsse Virtual Reality so vielseitig werden wie das Smartphone.

Laut Valves ehemaligem VR-Botschafter Chet Faliszek braucht Virtual Reality keine Killer-App, weil sie selbst die Killer-App ist: eine neue Computerplattform, die sich nicht auf einen Anwendungsbereich reduzieren lässt und wie das Smartphone mehrere Funktionen und Anwendungsszenarien erschließt.

In der Theorie stimmt das. Dennoch wird die Technologie von den meisten Nutzern nur zum Spielen eingesetzt. “Wir sind zu weit davon entfernt, genug unterschiedliche Dinge mit Virtual Reality zu tun, als dass die Anschaffung eines reinen VR-Geräts für Konsumenten Sinn ergibt”, sagt Pallister in einem Interview mit Venturebeat.

Es gebe Bereiche, in denen isolierte Anwendungsszenarien kommerziell tragbar seien, zum Beispiel Verkaufsräume, in denen mittels Virtual Reality virtuell Produkte vorgeführt werden. Damit die neue Computerplattform im Alltag der Menschen ankommt, müsse sie so vielseitig werden wie ein Schweizer Armeemesser.

Der Preis ist nicht der ausschlaggebende Faktor

In diesem Fall wären die Leute auch bereit, mehr Geld für Virtual Reality auszugeben: “Man muss die Plattform für unterschiedliche Dinge nutzen können, dann rechtfertigt sie den Preis. Was verlangt Apple für das neueste iPhone? 1.000 US-Dollar?” Für den gleichen Preis bekomme man einen VR-tauglichen PC. Ob Virtual Reality allein ein solches Upgrade rechtfertigt, sei eine andere Frage.

Für Pallister sind billige VR-Geräte keine Lösung. Erst recht nicht, wenn der niedrige Preis zu Lasten der Qualität geht. Laut dem Intel-Manager war das mit ein Grund für den Entwicklungsstopp der autarken Alloy-Brille. Das Gerät hatte die Recheneinheit im Gehäuse integriert, brachte laut Pallister aber nicht die gewünschte Leistung.

“Es überrascht mich nicht, dass Unternehmen wie Oculus und Google an autarken VR-Brillen arbeiten. Aber wir glauben, dass Virtual Reality eine vielseitigere Computerplattform werden muss, um sich im Massenmarkt durchzusetzen, ganz egal, ob sie auf einem Smartphone, einem PC oder etwas dazwischen beruht”, sagt Pallister.

| Featured Image: Intel | Source: Venturebeat

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