Mit dem Aufkommen räumlicher Computer und fortschrittlicher Sensortechnik werden neue Bereiche des Körpers zu Interfaces. Zum Beispiel das Gesicht.

Mit der Truedepth-Kamera des iPhone X können Nutzer ihr Smartphone mit dem Gesicht freischalten, ihre Mimik auf Animojis übertragen oder vor 360-Grad-Kulissen erscheinen. Kreative Entwickler erfinden neue Anwendungsszenarien und nutzen die Technologie, um Gesichter zu animieren oder, wie das jüngste Beispiel zeigt, um Apps zu steuern.

Vom Entwicklerstudio Hatchlings stammt die App “Nose Zone”: Auf dem Display des Smartphones erscheinen quadratische Zielscheiben, die der Nutzer abschießen muss. Das Besondere an dem Simpelspielchen ist, dass man das Zielkreuz anstatt mit dem Finger mit der eigenen Nase steuert.

Der Körper als das ultimative Interface

“Die Zukunft ist berührungslos”, sagt der Studioleiter Brad Dwyer gegenüber The Next Web. Er sieht ein Interface aufkommen, mit dem sich neue Möglichkeiten auftun, mit digitalen Inhalten zu interagieren, auch abseits von Videospielen. So könnten gelähmte Personen allein mit ihrem Gesicht Apps steuern, da die Truedepth-Technologie mehr als fünfzig Gesichtsmuskeln erkennt.

Die App deutet an einem sehr einfachen Beispiel an, wie fortschrittliche Sensortechnik und räumliche Computer die Mensch-Computer-Interaktion revolutionieren könnten. Wenn Sensoren den gesamten Körper erfassen, würde er wegen seiner schier unendlichen Ausdrucksmöglichkeiten zum mächtigsten Interface werden.

Der VR-Pionier und Techphilosoph Jaron Lanier sieht in der Einbindung des Körpers den Schlüssel zur Virtual Reality als ultimative Kunstform. Menschen könnten sich damit auf neue Weise ausdrücken und miteinander kommunizieren, während sie mit ihren Körpern in Echtzeit fantastische Realitäten schaffen.

Nose Zone kann man kostenlos im App Store herunterladen.

Letzte Aktualisierung am 24.06.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

| Featured Image: Rich Oglesby (Youtube-Screenshot) | Source: The Next Web

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