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iPhone X: Virtuelle Tarnkappe macht Nutzer unsichtbar

von Tomislav Bezmalinovic28. Dezember 2017

Mit dem 3D-Frontsensor des iPhone X lässt sich eine Menge Unfug anstellen: Das jüngste Beispiel liefert der japanische Entwickler Kazuya Noshiro, der mit einer App sein Gesicht zum Verschwinden bringt.

Noshiro veröffentlichte bei Twitter ein Video, das seine neueste App in Aktion zeigt. Der Entwickler steht in seiner Küche und schaut in die Kamera des Smartphones, das sein Gesicht bis auf die Augen und den Mund in Echtzeit aus dem Video retuschiert.

Noshiro, der das VR- und AR-Studio Vird leitet, versteht sich darauf, Dinge zum Verschwinden zu bringen: Die von ihm entwickelte Smartphone-App “Vanish360” entfernt Menschen nachträglich aus 360-Grad-Material.

Da seine Tarnkappen-App anders als Augmented Reality keine digitalen Objekte hinzufügt, sondern vielmehr reale verschwinden lässt, kann man sie der Diminished Reality zurechnen.

Nutzen: Unbekannt

Bei Twitter erklärt der Entwickler, wie seine App funktioniert: Sie nimmt zuerst den Hintergrund auf und ersetzt anschließend das vom 3D-Frontsensor erfasste Gesicht des Nutzers mit dieser Bildinformationen. Weil die App zuerst den Hintergrund aufzeichnen muss, funktioniert sie nur verlässlich, wenn sich das Smartphone nicht bewegt.

Doch welchem Zweck dient sie? Noshiro gesteht, dass er selbst nicht weiß, wozu die App abseits des anfänglichen Wow-Effekts gut sein soll. Sie ist nur eine von vielen Experimenten, das die Möglichkeiten des Truedepth-Kamerasystems auslotet.

Während Apple die Technologie für die Gesichtserkennung, Animojis und 360-Grad-Kameraeffekte nutzt, verwenden sie Entwickler, um Gesichter zu animieren, Brillen zu empfehlen oder Spiele mit der Nase oder den Augenbrauen zu steuern.

Wann Noshiros App erscheint, ist nicht bekannt.

| Featured Image: Kazuya Noshiro | Source: Design Taxi

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