Virtueller Tourismus wird von manchen als Killer-App für Virtual Reality gehandelt. Eine japanische Fluglinie reduziert diesen Gedanken auf eine VR-Flugreise. Die findet immerhin in richtigen Flugzeugsitzen statt, mit echtem Essen und Flugbegleitern aus Fleisch und Blut.

First Airlines, eine Fluglinie aus dem japanischen Tokio, verspricht preiswerte Flugreisen in die beliebtesten Städte der Welt. Ganz ohne vom Boden abheben zu müssen und vor allem ohne die anstrengende Stadtbesichtigung am Ende des Fluges. Der Geschäftstrick: Der Flug samt anschließendem Städtetrip findet nur virtuell in der VR-Brille statt.

Während sich die meisten Menschen wohl am liebsten ohne Umwege an den Urlaubsort teleportieren würden, scheint Hirokai Abe, Manager bei First Airlines, schon den Flug als Erlebnis zu begreifen. In einem Interview mit CNN weist er darauf hin, dass Reisen für ihn aus Zeit- und Geldmangel schwer zu realisieren seien. Einen Flug möchte er als Airline-Manager natürlich dennoch gerne ab und an erleben. Er muss ja wissen, was er da verkauft.

Von Tokio nach Paris in nur zwei Stunden

Die virtuellen Flüge dauern rund 110 Minuten. Dabei durchlaufen die VR-Passagiere ein reales Boarding und werden von Flugbegleitern mit zum Reiseziel passenden Speisen versorgt. Nachdem die Passagiere in echten Airbus-Flugzeugsitzen in einer nachgebauten Flugzeugkabine Platz genommen haben, wird der eigentliche Flug mit einer mobilen VR-Brille simuliert.

Ganze 46 US-Dollar verlangt First Airlines für einen virtuellen Flug in der Business Class. Das Erlebnis beginnt schon bei der Buchung realistisch: Ein Platz in der (virtuellen!) First Class kostet zehn Dollar Aufpreis. Das ist schon erstaunlich, immerhin wird ja nur eine andere Umgebung gerendert. Wenigstens ist der virtuelle Flug deutlich günstiger als das reale Gegenstück.

First Airlines bietet virtuelle Städtetrips nach Paris, Rom, New York und Hawaii an. Abgesehen von einer 360-Grad-Stadtführung in der Virtual Reality gibt es am Zielort aber nur wenig zu erkunden – der Fluglinie geht es schließlich in erster Linie um den Flug.

Wer zufällig in Tokio sein sollte und die kuriose Erfahrung ausprobieren möchte: Buchungen sind auf der Webseite der Fluggesellschaft möglich.

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