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Kameramodul macht Rift und Vive zu Mixed-Reality-Brillen [Video]

von Tomislav Bezmalinovic20. Dezember 2017

Die Zed Mini streamt die Außenwelt in die VR-Brille und erweitert sie um digitale Elemente. Das Ergebnis ist eine MR-Brille mit einem Sichtfeld von 100 Grad. Ein US-Blog hat das Gerät ausprobiert.

Das Modul hat zwei herkömmliche RGB-Weitwinkelkameras im Abstand von 65 Millimeter verbaut, was in etwa dem menschlichen Augenabstand entspricht. Neben dem Passthrough-Videostreaming übernehmen die Kameras zwei weitere Aufgaben: Sie erfassen die Bewegungen des Nutzers mittels Inside-Out-Tracking und erstellen eine 3D-Scan der Umgebung. Der große Vorteil bei diesem Verfahren: Das Sichtfeld der Brille ist viel weiter (circa 100 Grad) im Vergleich zu AR-Brillen wie Hololens (circa 30 Grad). Außerdem ist der nahtlose Wechsel zwischen virtueller und erweiterter Realität möglich.

Der US-Blog Upload VR probierte das Entwicklerkit anhand dreier Demos aus und hielt die Eindrücke in einem Video fest (siehe unten). In der ersten Demo verankert der Tester ein Sonnensystem in der realen Umgebung. Mit einem separaten Controller kann der Tester das 3D-Modell im Raum verschieben, verkleinern und vergrößern.

Besonders eindrucksvoll ist die Interaktion zwischen digitalen und realen Bildelementen. So wirft die virtuelle Sonne Licht auf die reale Umgebung und die Planeten werden durch physische Objekte realistisch verdeckt.

GIF Zed_Mini_Verdeckung

Droiden und Lichtschwerter

Die zweite Demo ist ein Minispiel, in dem ein fliegender Droide erscheint und den Nutzer angreift. Der Tester kann den Lasergeschossen durch Körperbewegungen ausweichen, sie mit den Händen abwehren oder hinter realen Objekten in Deckung gehen. Im Video sieht man, wie der Droide durch eine reale Wand verdeckt wird.

Die dritte Demo führt vor, wie das Gerät reale Objekte erkennen und um digitale Effekte erweitern kann. Der Tester hält eine Lichtschwert-Attrappe in der Hand, die glüht, wenn man sie durch die VR-Brille sieht. Die Lasergeschosse des Droiden werden vom Lichtschwert reflektiert und auf den Roboter zurückgeworfen, bis er explodiert.

Der Tester schreibt, dass er keine Trackingsaussetzer, aber einen leichten Nachzieheffekt bei Bewegungen bemerkte. Gestört hat ihn außerdem die geringe Bildqualität des Videostreams.

Das Entwicklerkit der Zed Mini gibt es auf der offiziellen Internetseite für 450 US-Dollar. Softwareseitig enthält es die Demos und ein SDK, das Unity und Unreal sowie Oculus Touch und die Vive-Controller unterstützt.

| Featured Image: Stereolabs | Source: Upload VR

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