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Keine HTC-Vive-Spiele im Oculus Store – Luckey: Valve blockt

von Matthias Bastian23. März 2016

Bei Reddit schenkt der Oculus-Chef den Nutzern eine Frage. Die stimmen ab und entscheiden sich für: “Warum gibt es keine Vive-Spiele im Oculus Store?”

Er wolle nicht mit dem Finger auf irgendjemanden zeigen, schreibt Luckey, aber “bei der aktuellen Situation gibt es viele Verlierer und nur einen klaren Gewinner.” Der Gewinner dürfte Valve sein, denn das Unternehmen kann so potenziell mehr Virtual-Reality-Enthusiasten an die SteamVR-Plattform binden. Die hat ohnehin schon eine dominante Marktposition inne.

Denn während zumindest ein Teil der Rift-Spiele auch via Steam verfügbar sein wird und Oculus Rift von SteamVR offiziell unterstützt wird, gehen Vive-Spieler im Oculus Store komplett leer aus. Für Besitzer von beiden VR-Brillen bedeutet das, dass sie zwischen zwei Shops springen müssen, die Auswahl an Apps und Spielen bei Steam aber grundsätzlich deutlich größer ist. Die Hauptplattform wird wahrscheinlich jene, wo Spieler die insgesamt größere Bibliothek aufbauen können – das weiß auch Valve. Ohnehin sind die meisten PC-Spieler die Steam-Umgebung bereits gewohnt, haben dort einen Freundeskreis und nutzen die umfangreichen Social-Funktionen.

“Wir wollen jede Hardware nativ in der Oculus Entwicklungsumgebung unterstützen, auch mit speziellen Optimierungen wie Asynchronous Timewarp. Nur so können wir sicherstellen, dass die gesamte Software inklusive Oculus Home, unsere eigenen Inhalte und die von Third-Party-Entwicklern immer gut funktionieren und performen und eine hohe Qualität bieten. Dafür brauchen wir aber die Hilfe vom Hersteller der VR-Brille. Wir unterstützen schon die ersten beiden High-End VR-Brillen auf dem Markt (Gear VR und Oculus Rift), diese Liste wird in Zukunft ausgebaut”, kommentiert Luckey den Stand der Dinge.

Ob und wann Vive-Software auch im Oculus Store verfügbar sein könnte, dazu möchte sich der Ouculus-Gründer nicht festlegen: “Ich hoffe, dass es langfristig was wird, ich versuche mein Bestes.” Das kann man Luckey ruhig glauben, denn natürlich würde Oculus VR massiv davon profitieren, wenn Vive-Nutzer zukünftig lieber Oculus Home als SteamVR ansteuern.

Zusätzlich arbeitet HTC ebenfalls an einer eigenen Vertriebsplattform für VR-Anwendungen, dem “Viveport”. Der wird aber vorerst nur im asiatischen Markt und in Regionen eingesetzt, wo SteamVR nur wenig verbreitet ist. Er ist außerdem optional.

| SOURCE: Reddit
| FEATURED IMAGE: HTC / VRODO