Eine Umfrage unter mehr als 3.000 US-Amerikanern zeigt, dass die meisten eine durch Künstliche Intelligenz ausgelöste Jobkrise erwarten – aber nicht, dass sie selbst von ihr betroffen sein werden.

Grundsätzlich wird Künstliche Intelligenz von den befragten Amerikanern positiv gesehen: 76 Prozent gehen davon aus, dass KI den Alltag und die Arbeit in den nächsten zehn Jahren verändern wird. Drei Viertel davon denken, dass diese Veränderungen positiv sein werden, nur ein Viertel fürchtet negative Konsequenzen durch die zunehmende Automatisierung von allem. Die Positivdenker haben ein recht eindeutiges Profil: Sie sind besser gebildet, unter 35 oder über 66 und politisch liberal eingestellt.

Kurios ist, dass die meisten Antwortgeber zwar eine Jobkrise erwarten, gleichzeitig aber davon ausgehen, dass sie selbst nicht durch Software ersetzt werden können. Nur 23 Prozent fürchten, dass sie ihren Job an eine Künstliche Intelligenz verlieren könnten. Und das obwohl 73 Prozent glauben, dass KI-Software mehr Jobs beseitigen als kreieren wird.

77 Prozent der Befragten fühlen sich in ihrem Beruf sicher, insbesondere jene mit einem universitären Abschluss. 63 Prozent gehen davon aus, dass durch KI die Kluft zwischen Arm und Reich wächst.

Der größere Teil der Antwortgeber glaubt, sich weiterbilden zu müssen, falls der eigene Job durch eine KI bedroht wird. Speziell Arbeiter mit einem geringeren Bildungsabschluss sind jedoch häufig nicht davon überzeugt, dass sie die Möglichkeit dazu haben werden.

Weiterbildung neu denken

Umgesetzt wurde die Studie vom Marktforschungsunternehmen Gallup in Zusammenarbeit mit der privaten Hochschule Northeastern University. Deren Präsident Joseph Aoun sieht die Antwort auf eine Jobkrise in neuen Bildungswegen: “Die KI-Revolution ist eine Chance für uns, die Hochschulbildung neu zu erfinden – zu verändern, was wir unterrichten und wie wir es unterrichten”, sagt Aoun. Die Antwort auf bessere Künstliche Intelligenz sei bessere menschliche Intelligenz.

Für die Untersuchung wurden 3.297 erwachsene US-Amerikaner zwischen September und Oktober 2017 via E-Mail befragt. Die geschätzte Fehlerquote soll bei zwei Prozent liegen. Die vollständigen Ergebnisse können hier abgerufen werden, eine grafische Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse steht auf dieser Webseite.

| Featured Image: The Gallup / Northeastern University (Screenshot)

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