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KI-Angst: Elon Musk relativiert Pauschalkritik an künstlicher Intelligenz

von Matthias Bastian5. August 2017

Nachdem der Tech-Visionär Elon Musk zuerst US-Politiker vor künstlicher Intelligenz warnte und sich anschließend mit Facebook-Gründer Marc Zuckerberg zum gleichen Thema anlegte, relativiert er nun seine Pauschalkritik an KI.

Bei einer quartalsmäßigen Telefonkonferenz mit Investoren ordnet Musk seine vermeintlichen Ängste gegenüber möglichen Cyber-Attacken durch eine der Menschheit überlegenen Künstlichen Intelligenz neu ein.

“Ich glaube, dass KI große Vorteile haben kann. Wir müssen nur sicherstellen, dass es in der Tat Vorteile sind und nichts Dummes passiert”, sagt Musk. Die Berichterstattung über seine KI-Angst sei übertrieben gewesen.

Er fordere nicht, dass die Arbeit an Künstlicher Intelligenz gestoppt werde, so Musk. Stattdessen wollte er mit seiner Warnung vor den US-Politikern erreichen, dass sich die Regierung bemühe, die Technologie wirklich zu verstehen und nicht nur zu verwalten.

“Die Regierung muss das Thema durchdringen und dann entscheiden, welche Regeln notwendig sind, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten”, sagt Musk.

Musk stänkerte gegen Facebook-Chef Zuckerberg

Mit der neuerlichen Aussage zu KI relativiert Musk sein dramatisches Statement gegenüber den US-Politikern. Er bezeichnete KI als “die größte Gefahr für die menschliche Zivilisation überhaupt”. Er forderte die versammelten Regierungschefs auf, frühzeitig zu regulieren, bevor es zu spät sei.

Diese Aussage verärgerte Facebook-Chef Marc Zuckerberg, der Musk auf Nachfrage eines Facebook-Fans implizit als “Verweigerer und Weltuntergangspropheten” titulierte. Er konzentriere sich auf die Chancen der Technologie, ohne die Risiken zu vernachlässigen.

Musk reagierte anschließend bei Twitter auf Zuckerbergs Aussage und bescheinigte ihm beim Thema Künstliche Intelligenz ein “limitiertes Verständnis”. Das wiederum brachte den KI- und Robotik-Forscher Rodney Brooks dazu, seinerseits Elon Musk die KI-Kompetenz abzusprechen.

Musk fehle der Durchblick bei der Entwicklung, sodass er die Gefahren überschätze. Derzeit existiere keine KI, die reguliert werden müsste, so Brooks.

| Featured Image: Flickr, The Summit 2013, Lizenziert nach CC BY 2.0 – Picture by Dan Taylor / Heisenberg Media | Via: Fortune

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