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“Kingdom City Drowning” will eine Sprache für VR-Filmkunst entwickeln

von Tomislav Bezmalinovic24. Dezember 2016

“Kingdom City Drowning” ist als eine dreiteilige Virtual-Reality-Serie angelegt, die im Laufe des nächsten Jahres für Oculus Rift und HTC Vive erscheinen soll. Das Besondere an der Produktion ist, dass sie nicht an realen Schauplätzen oder vor Filmkulissen mit 360-Grad-Kameras gedreht wird, sondern auf virtuelle Sets zurückgreift, die in Echtzeit innerhalb der Unreal Engine 4 gerendert werden.

In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Erdoberfläche durch einen giftigen Smog verseucht. Da dieser jeden Tag höher steigt, baut die Menschheit Städte, die bis in den Himmel reichen. Schauplatz der Serie ist Kingdom City, eine Art Turm von Babylon und die letzte Mega-Metropole. In den Episoden wird man drei Figuren aus den untersten Stockwerken auf ihrem hindernisreichen Weg nach oben begleiten.

Produziert wird die Serie von William Gerardi und Barrett Phillips. Das erklärte Ziel des Teams ist, eine filmische Erfahrung für die virtuelle Realität zu schaffen. “VR ist im Moment eine Art Wilder Westen und es gibt keine Konventionen, an die man sich halten müsste”, sagt Philipps gegenüber Versions. “Wir sind in der Lage, eine eigene Sprache für die VR-Filmkunst zu entwickeln und das ist wahnsinnig spannend.”

Inspiration von Filmen und Spielen

Gerardi sagt, man habe sich für die Produktion von Regisseuren wie Nicolas Winding Refn (“Drive”, “Only God Forgives”) und Gaspar Noé (“Irréversible”, “Enter the Void”) inspirieren lassen. Für Philipps hingegen sind die größten Inspirationsquellen Videospiele wie “System Shock” und “Deus Ex”. In Kingdom City Drowning wird man sich zwar frei umsehen können, Interaktionsmöglichkeiten soll es aber keine geben.

In den Hauptrollen spielen Kentucker Audley, Sofia Banzhaf und Amin Joseph. Ihre Mimik wird für den Film per Facial-Motion-Capturing aufgezeichnet und eins zu eins in die virtuelle Realität übertragen. Die drei Episoden heißen “The Champion”, “Lovers in Hell City” und “The Drugs We Eat Won’t Save Us”.

Die erste Episode soll im ersten Quartal 2017 erscheinen. Die zweite Episode wird ein halbes Jahr später verfolgen. Für die dritte Episode steht noch kein Veröffentlichungszeitraum fest. Die Episoden werden jeweils vier US-Dollar kosten und sollen zusammen 75 Minuten dauern.

Die offizielle Seite des Filmprojekts ist hier zu finden.

| Featured Image: Phoenixmirror

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