Das neueste und vermutlich letzte Entwicklerkit der Knuckles-Controller “EV2” erreicht erste Entwicklerstudios. In einem Video packt der CEO von Cloudhead Games (“The Gallery”) die Geräte aus und erläutert deren Vorzüge im direkten Vergleich mit früheren Prototypen.

Fast zwei Jahre ist es her, dass Valve die Knuckles zum ersten Mal vooführte. Auf den Steam Dev Days 2016 präsentierte das Unternehmen die Geräte am Beispiel einer Demo des VR-Adventurespiels Call of the Starseed, die von Denny Ungers VR-Studio entwickelt wurde. Nun lässt der CEO die vergangenen zwei Jahre Revue passieren und vergleicht die Entwicklungsstufen der Knuckles.

Die Knuckles wuchsen und wuchsen

Der erste Prototyp hatte ein gewöhnungsbedürftiges Klett-Halteband für die Hand und war winzig im Vergleich zu den späteren Versionen, schreibt Unger in einem Gastbeitrag auf Road to VR. Die Geräte seien zur frühen Evaluation seitens Entwickler gedacht gewesen. Dennoch hätte es fast neun Monate gedauert, bevor Valve neue Controller lieferte.

Der zweite Prototyp mit der Modellbezeichnung 1.3 brachte hauptsächlich Verbesserungen in Sachen Ergonomie und wurde im Sommer 2017 an Entwickler verschickt. Der Klettverschluss wurde durch eine Halterung ersetzt, mit dem sich die Controller binnen Sekunden an den Handrücken schnallen und festziehen lassen. Die Tracking-Halbmonde und der Griff wurden vergrößert, um die räumliche Erfassung zu verbessern und größeren Händen Rechnung zu tragen.

Das reichte scheinbar nicht: Auf diesen Prototyp folgten zwei Versionen des EV2-Modells, bei der beide Controller-Elemente aus den gleichen Gründen noch ein ganzes Stück größer gemacht wurden (siehe Artikelbild).

Wie im Youtube-Video (siehe unten) sehr gut zu erkennen ist, kann die Halterung von EV2 an verschiedene Handgrößen angepasst werden und besteht aus einem bequemeren Material.

Die größte Änderung des EV2-Modells betrifft jedoch die Eingabemöglichkeiten: Das Trackpad wurde durch einen länglichen Track Button ersetzt und ein Analogstick hinzugefügt. Damit gleiche das Eingabeschema mehr dem von Oculus Touch, was die Plattformen kompatibler mache.

Knuckles als VR-Controller der nächsten Generation

Auf ein großes Trackpad habe Valve vermutlich deshalb verzichtet, weil VR-Nutzer nicht die volle Trackpadfläche genutzt haben, meint Unger. Stattdessen wurde es meist nur für Wischbewegungen verwendet, was mit dem neuen, vertikalen Track Button noch immer möglich sei.

Oculus Touch und die Knuckles zu vergleichen, ist laut Unger unfair. Das Ziel bei der Entwicklung der Touch-Controller sei gewesen, das Eingabeschema eines klassischen Gamepads mit einem VR-Controller zu verbinden, der einfaches Fingertracking bietet.

Die Knuckles würden einen Schritt weiter gehen: Sie sollen den Nutzer vergessen machen, dass er ein Eingabegerät in den Händen hat und durch volles Fingertracking auf natürliche Weise Gesten ermöglichen. Deshalb seien die Knuckles VR-Controller der nächsten Generation.

Mehr Informationen zum EV2, der schon bald erscheinen könnte, stehen hier.

| Featured Image: Cloudhead Games | Source: Road to VR

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