Am 15. März 2018 formierte sich der Bundesverband Künstliche Intelligenz. 24 Gründungsunternehmen wollen dafür sorgen, dass KI dem Menschen dient.

Der Bundesverband soll die Interessenvertretung für die deutsche KI-Branche übernehmen. Entsprechend basieren die Geschäftsmodelle der 24 Gründungsunternehmen überwiegend auf KI-Technologie. Der Verband möchte sich auch an Unternehmen wenden, die Künstliche Intelligenz einsetzen, aber nicht als Geschäftszweck betreiben wollen.

Im Vorstand des Verbands sind Jörg Bienert (aiso-lab), Rasmus Rothe (Merantix) und Fabian Behringer (ebot7). Die Verbandsgründung wurde auf einer Konferenz des Handelsblatt in München bekannt gegeben (via: Industriy of Things).

Ziel des Verbands ist es laut Präsident Bienert, die Diskussion zu Künstlicher Intelligenz zu versachlichen und für einen “nüchternen und präzisen” Umgang mit der Technologie zu sorgen. Sowohl Gegner als auch Freunde erzeugten einen falschen Hype. Im politischen Beirat des Verbands sitzen Thomas Jarzombek (CDU), Jens Zimmermann (SPD), Manuel Höferlin (Die Grünen) und Petra Sitte (Die Linke). Vorsitzender des Beirats ist der CDU-Politiker Marcus Ewald.

Dieser fordert, dass Künstliche Intelligenz “menschen-zentriert und menschen-dienlich” eingesetzt werden soll. Nur dann könne die Technologie ihr Potenzial entfalten. Er spricht sich gegen einen “monokapitalistischen Einsatz” von KI aus, wie er seiner Meinung nach in den USA stattfindet. Im Kontext Chinas kritisiert Ewald den Umgang mit persönlichen Daten, der nicht den europäischen Maßstäben entspräche.

In einer ersten Verbandssitzung stellten die Mitglieder die folgenden fünf Kernforderungen auf:

1. Schaffung einer innovationsfreundlichen Rechtssicherheit im zivilrechtlichen, steuerlichen und datenrechtlichen Bereich, um Deutschland als attraktiven Wirtschaftsstandort für das KI-Ökosystem zu etablieren und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich zu stärken.

2. Förderung eines menschen-zentrierten und menschen-dienlichen Einsatzes von KI-Technologien, um die von der sozialen Marktwirtschaft geprägten Gesellschaft in das digitale Zeitalter zu führen.

3. Förderung von Forschung, Entwicklung und praktischer Umsetzung von KI-Technologien über Förderprogramme, Pilotprojekte, Startup-Finanzierung, Unterstützung von Kooperation zwischen Startups, Wissenschaft und etablierten Unternehmen.

4. Förderung und Ausbildung und Wissenschaft zum Thema Künstliche Intelligenz und Aufklärung der Gesellschaft und Wirtschaft über Chancen und Risiken.

5. Bildung einer KI-Expertenkommission mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft (etablierte Unternehmen und Startups) und Wissenschaft zur aktiven Beratung der Bundesregierung.

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