Die Non-Profit-Organisation OpenAI soll Künstliche Intelligenz entwickeln, die der Gesellschaft nutzt, statt ihr zu schaden. Jetzt zieht sich Mitgründer Elon Musk aus dem Vorstand zurück.

Als Grund für Musks Rücktritt nennt die Organisation mögliche Interessenkonflikte: Musks Elektroautokonzern Tesla entwickelt ebenfalls KI-Technologien, arbeitet unter anderem an spezialisierter Hardware für selbstfahrende Autos. Erwähnt wird sein Abgang in einem kurzen Nebensatz im OpenAI-Blog. Musk soll OpenAI weiter finanziell und als Berater unterstützen.

OpenAI wurde im Dezember 2015 gegründet, rund 60 Forscher beschäftigen sich dort mit der existenziellen Bedrohung der Menschheit durch Künstliche Intelligenz. Diese Mission wurde geprägt durch den KI-Warner Elon Musk, der immer wieder auf Gefahren hinweist, die Künstliche Intelligenz für die Menschheit bedeuten könnte.

Im Sommer 2017 bezwang eine von OpenAI entwickelte Künstliche Intelligenz einen der besten menschlichen Spieler in dem besonders komplexen Computerspiel Dota. Musk forderte daraufhin abermals Regulierungen durch die Politik und griff zu einem drastischen Vergleich: KI-Technologie sei gefährlicher als Nordkorea und könne gar den dritten Weltkrieg auslösen.

Cyborg-Upgrade soll die Menschheit vor der KI retten

Neben seiner Beteiligung bei OpenAI betreibt Musk das Hirnchip-Startup Neuralink, das im gleichen Gebäude sitzt wie die OpenAI-Initiative. Neuralink arbeitet an einer Gehirnschnittstelle, durch die Menschen schneller kommunizieren und denken können sollen.

Geht es nach Musk, dann bringt Neuralink schon in den nächsten acht bis zehn Jahren eine entsprechende Gehirnschnittstelle auf den Markt. Für Musk ist das das notwendige Tech-Upgrade für die Menschheit, damit diese in Zukunft mit den immer schneller rechnenden grauen Zellen von Computerhirnen mithalten kann.

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