Der kombinierte Einsatz von Drohnen und Künstlicher Intelligenz soll Bauprojekte signifikant beschleunigen und Konstruktionsfehler in Gebäuden früher sichtbar machen.

Digility 2018

Zuerst fliegen und fahren autarke Drohnen eine Baustelle ab, sowohl von innen als auch von außen. Dabei dokumentieren sie ihre Umgebung mit hochauflösenden Fotos, Laser-Scans und via Objekterkennung.

Eine einzelne Drohne soll innerhalb einer Woche rund 30.000 Quadratmeter Fläche abdecken können. Sie folgt einem vorgegebenen Pfad und kann auch Treppenstufen überwinden. Daher eignet sie sich besonders gut für Innenräume. Die eigentliche Innovation liegt allerdings in der Software, die die Drohnendaten zusammenführt und interpretiert.

Deep-Learning-Software wertet Drohnendaten aus

Die gesammelten Drohnendaten landen letztlich in der KI-Software des Silicon-Valley-Startups Doxel. Die Software vergleicht den Ist- mit dem Soll-Zustand des Bauprojekts und stellt das Ergebnis via Smartphone-App den beteiligten Parteien zur Verfügung. Das soll das Projektmanagement vereinfachen und den Bau beschleunigen. Der Projektleiter soll einen Bautag allein entlang der Drohnendaten planen können.

Außerdem kann das System mittels Bildanalyse frühzeitig Konstruktionsfehler entdecken und den Bauleiter warnen. Dafür gleicht die Software die angefertigten Scans und Bilder mit den digitalen Bauplänen ab. Bauleiter könnten zukünftig “innerhalb von Minuten statt Monaten” auf Fehler reagieren, sagt der Doxel-Geschäftsführer Saurabh Ladha.

Rund 4,5 Millionen US-Dollar bekommt Doxel von Investoren vorgeschossen, um das Unternehmen weiterzuentwickeln. Der bekannte Risikokapitalgeber Andreessen Horowitz führt die Investorenliste an.

Laut Doxel ist das System schon auf einigen Baustellen im Einsatz. Das folgende Video zeigt eine Demonstration der KI-Software-Drohnen-Kombination.

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