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Kurios: HTC bietet in den USA Installationsservice für HTC Vive

von Matthias Bastian17. Mai 2016

Wie kann man sinnvoll Zusatzeinnahmen generieren? Ganz einfach: Verkaufe ein Produkt, das so komplex ist, dass Nutzer anschließend auf einen Installationsservice angewiesen sind.

Ok, zugegeben, ganz unkompliziert sind Aufbau und Installation von HTC Vive wirklich nicht. Das liegt in erster Linie am Room-Scale-Feature, für das man eine ausreichend große Fläche freiräumen und außerdem spiegelnde Objekte entfernen oder abdecken muss, um es sinnvoll zu nutzen. Zwei Laserboxen, die Teil des Lighthouse-Trackingsystems von Valve sind, müssen an der Wand montiert und korrekt auf die Trackingfläche ausgerichtet werden.

Von diesem recht hohen Einmalaufwand einmal abgesehen, ist die restliche Installation von HTC Vive aber denkbar einfach. Die Kabel des Headsets gehen in eine kleine Box, die wiederum an den Strom und via Video- und USB-Kabel an den Rechner angeschlossen wird. Fertig. Die Konfiguration von SteamVR und das Tutorial, um die VR-Brille samt Trackingbereich richtig einzurichten, sollten auch für jeden DAU selbsterklärend sein.

HTC sieht offenbar mehr Unterstützungsbedarf und schickt in einigen größeren US-Städten Vive-Spezialisten in die Haushalte, die die gesamte Installation übernehmen. Dazu gehört die Auswahl der optimalen Trackingfläche, der Aufbau des Trackingsystems, die Organisation der Kabel samt Anschluss an den Rechner und die gesamte Installation der Software. Für diesen Premiumservice möchte HTC 250 US-Dollar haben – das ist mehr als ein Viertel der Gesamtkosten für die VR-Brille. Die Vive-Spezialisten kann man hier buchen.

Es sind aber auch wirklich viele Teile in der Box:

HTC Vive: Der komplette Lieferumfang. BILD: HTC

Teure Ersatzteile für HTC Vive

Offenbar grübelt HTC gerade kräftig darüber nach, wie der relative Erfolg der VR-Brille weiter monetarisiert werden kann. Auch der Verkauf von teuren Ersatzteilen ist offenbar Teil dieser Strategie. Für einige Stunden war am Wochenende ein Shop online, der die US-Preise für Vive-Ersatzteile zeigte. Besonders überraschend ist die Erkenntnis, dass eine der Basisstationen offenbar mehr wert ist als ein 3D-Controller.

  • Basisstation mit Strom: $135
  • 3D-Controller mit AC: $130
  • HDMI 3-in-1 Kabel: $40
  • Kabelbox: $30
  • USB 2.0 Kabel: $10
  • Schaumstoffrand 2 (Eng) $25
  • Schaumstoffrand 2 (Weit) $25
  • Nasenaussparung 3 (Eng): $13
  • Nasenaussparung 3 (Weit): $13
| Featured Image: HTC (Screenshot bei YouTube) | Via: Road to VR / Upload VR