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Oculus Rift: Viele Besitzer kaufen auch Oculus Touch

von Tomislav Bezmalinovic2. März 2017

Nate Mitchell leitet bei Oculus das Team, das für Oculus Rift verantwortlich ist. In einem Interview spricht er über den Erfolg von Oculus Touch, den Abbau der Demostationen im US-Einzelhandel und die Unterstützung von Gamepad-VR.

Vergangenen Dezember erschienen nach langer Verzögerung die Bewegungscontroller Oculus Touch, die das VR-System um ein 3D-Interface erweiterten. Laut Mitchell hätten sehr viele Rift-Besitzer zu dem Eingabegerät gegriffen: “Ich bin begeistert, dass Oculus Touch solche Fahrt aufgenommen hat”, sagt Mitchell gegenüber Techchrunch. “Wenn 20 bis 30 Prozent der Nutzerbasis zu einem Zubehör greifen, ist das ein unerhörter Erfolg. Unsere Anteile sind noch viel höher.”

Das Interesse an Oculus Rift dürfte trotz Oculus Touch dennoch verhalten gewesen sein: Anfang Februar ließ das Unternehmen in der US-Einzelhändlerkette Best Buy wegen geringer Nachfrage 200 von 500 seiner Oculus-Rift-Demostationen abbauen.

Auf diesen Umstand angesprochen, sagt Mitchell, dass der massive Abbau saisonbedingt sei und keinen Rückzug aus dem Einzelhandel bedeute, wie es die Medien dargestellt hätten. “Wir werden unser Engagement im Einzelhandel wieder hochfahren, abhängig von der Saison”, versichert Mitchell.

Oculus will trotz Oculus Touch an Gamepad-VR festhalten

Einsilbig gibt sich Mitchell, als er auf die Ende des Jahres stattgefundene Restrukturierung des Unternehmens angesprochen wird. Ende Dezember trat der Mitgründer von Oculus Brendan Iribe als CEO zurück.

Zeitgleich wurde das Unternehmen in eine Abteilung für PC-VR und für Mobile-VR gespalten. Iribe übernahm die Leitung der PC-basierten VR-Abteilung. Ende Januar füllte Hugo Barra, ehemaliger Xiaomi-Manager und persönlicher Freund von Mark Zuckerberg, die Lücke, die Brendan Iribe hinterließ und wurde Vizepräsident des Unternehmens.

Die Restrukturierung diente wahrscheinlich einer Verschiebung des Machtverhältnisses zugunsten von Facebook. Auf diese angesprochen, sagt Mitchell lediglich, dass Barra sich derzeit in seiner neuen Rolle zurechtzufinden versuche. “Das ist etwas, worüber wir später noch mehr reden werden – wahrscheinlich noch in diesem Jahr.”

Im Interview gratuliert Mitchell Sony zum Verkaufserfolg seiner Playstation VR und lobt das Software-Angebot der VR-Brille. Zugleich macht er deutlich, dass er das eigene VR-System für technisch überlegen halte.

Weitere Themen, die Mitchell anschneidet, sind die Unterstützung von OS X und Gamepad-VR. “Wir wollen Unterstützung von OS X für Oculus Rift einbauen, aber für die kommenden sechs Monaten ist das nicht geplant”, sagt Mitchell. Was Gamepad-VR betrifft, will das Unternehmen trotz Oculus Touch weiter am Xbox-Controller festhalten.

| Featured Image: VRFocus (Youtube-Screenshot) | Source: Techchrunch

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